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Ich habe eigentlich nichts, habe viel mehr als viele und sollte mich so wie es ist eigentlich gut fühlen. Wir leben doch eigentlich in einer wundervollen Epoche der Geschichte, viel Zeit sich über Moral und Ethik Gedanken zu machen und doch kein Gesellschaftlicher Druck dazu, also ist es auch nicht notwendig. Das erste Mal in der Geschichte hat eine Gruppe von Menschen ( wir hier ) das Privileg in relativem Wohlstand ( genug zu essen, ein Heim, Energie und Kommunikation sind selbstverständlich ) und Friede leben zu können, ohne bei einem Blick in die  nächste Gasse Leute leiden und sterben zu sehen. Irgendwo geht es anderen immer noch schlecht, doch wir gehen davon aus das dies uns nicht gross zu interessieren braucht. Eine Zeit voller Freiheiten und Einschränkungen, ausser jener des Kapitals. Wundervoll…

Ich denke an…Goebbels, ich habe diesen Film über ihn geschaut, dass Goebbels Experiment, in dem eigentlich nur aus seinem Tagebuch vorgelesen wird. Danach habe ich einige Artikel über ihn gelesen und in seiner Biografie geblättert, später habe ich sogar seine berühmte Rede aus dem Sportpalast von 1943 angehört, die Ganze. Natürlich nicht weil mich der Inhalt fasziniert hätte, sondern es mir lediglich angehört weil er immer wieder als grosser Redner genannt wurde. Eigentlich war er das wirklich, ich kann mir gut vorstellen wir er das Deutsche Volk, das keine anderen Informationen zur Verfügung hatte, mit seiner Propaganda angetrieben hat.

Es gibt Leute die sagen die Kriese in der wir uns befinden sei grösser als die grosse Depression, sicherlich wir werden teilweise zurückstecken müssen und nicht wenige Leute könnten ihren Arbeitsplatz verlieren, doch noch Hungert eigentlich niemand, so denke ich. Damals war das anders, eine Kriese die so gross war das viele begannen am System selbst zu zweifeln. So waren der Kommunismus im Osten teilweise und Deutschlands Nationalsozialismus in der Weimarer Republik vor allem, Ergebnisse dieser grossen, scheinbar alles in den Abgrund reissenden Kriese. Natürlich nicht durch die Kriese selbst geboren, doch durch sie erst so richtig ins Rollen gebracht.

Natürlich war Goebbels Antisemitisch und Anführer der Propaganda gegen die Juden, er hat den Holocaust auf eine Weise mit verantwortet die man kaum unterschätzen kann. Aus seinen Tagebüchern lässt sich auch früh schon eine gewisse Verachtung gegen dem jüdischen Volk erkennen.  Trotzdem jedoch hatte Goebbels an den Universitäten und auch später als Literat durchaus jüdische Mentoren und Vorbilder. Goebbels war Zeitweise auch Sympathisant der Kommunisten in Deutschland.  Aus seiner Lebensgeschichte erkennt man gut die Leere jener Zeit und bei ihm speziell die Suche nach einer Aufgabe die seinem Sein einen Sinn gab. Es kann natürlich sein das ich und damit auch einige Historiker, die meine Ansicht zu teilen scheinen, mich täusche, ich kannte ihn schliesslich nicht. Doch ich glaube nicht das er von Natur aus einen derart grossen Hass auf die Juden gehabt hat, er betrachtete den Nationalsozialismus und Hitler nur als einziges Licht am Ende des Tunnels und den Antisemitismus als notwendigen Teil davon.

Wenn sich unsere Zeit also verändern sollte, falls das Jahr noch weniger schön wird wie es begonnen hat, sollten wir mit sehr viel Bedacht darauf schauen wie viel wir bereit sind für das Licht am Ende des Tunnels zu geben. Es könnte sein das wir vor einer Zeit stehen in der die Moral wieder einen höheren Stellenwert bekommt, in der die Leere wieder grösser werden könnte und in der wir ab und zu eigene Entscheidungen treffen müssen, die nicht nur für uns allein wichtig sind. Wir sollten darüber nachdenken woran wir glauben, bevor wir entscheiden wofür wir kämpfen.

Vielleicht war das Goebbels Fehler, vielleicht hat er nie herausgefunden woran er sich halten soll und in Hitler und dem Nationalsozialismus seine Lebensaufgabe und seinen Halt gefunden, seine Antworten die er suchte.

Es ist alles eine Frage des Preises, umso weniger wir haben, umso billiger werden wir zu haben sein.

„Januar. Einer der besonders gefährlichen Monate für Börsenspekulationen. Die anderen sind Juli, Februar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.“, Mark Twain.

Und ich selbst werde im Januar immer krank, aber es ist ansonsten ein schöner, kalter Monat. (;

Wenn eine Nacht traurig sein kann, dann war es jene. Die Dunkelheit weinte laut prasselnd um den Verlust des Lichts, Herr Mond war mit all seiner butterweichen mehlteigfarbigen Helligkeit hinter dicken Gewitterwolken verschwunden und nur ab und zu regte sich in den Emotionen jener Nacht eine kleine Spur von Wut, hell aufblitzend und mit einem dumpfen lauten abklingend.

Gott ist ihm Regen.

Wenn es den auf dieser Welt, die sich stets immer aufs Neue selbst mit Chaos überschüttet überhaupt einen Gott gibt. Ihr wundert euch warum die Nächte weinen? Wer kann es ihnen verübeln, man kann sich bloss fragen wer es ihr beigebracht hat. Wir kennen keine Sorge, wir kennen nur unsere unerfüllten Wünsche, wir definieren uns nach dem was wir gerne mehr hätten, nach dem was wir nie sein werden. Wir glauben das wir unsere Träume leben sollten, statt anderen das träumen selbst möglich zu machen. Der singende tanzende Abschaum der Welt, wir verbrennen uns, wir betrügen den Abschaum und mit der Beute zerstören wir die Welt selbst. Die Nacht weint? Was hat sie den auch anderes von uns gelernt.

Es ist die Kälte die uns Angst macht, das frieren das dir Schmerz bereitet und unser grösster Alptraum ist die Einsamkeit des eisigen Windes. Hunger? Wir? Unser einziger Hunger ist jener nach mehr von allem. Wir sind alle schizophrene, kleine Hundewelpen die sich vor nichts mehr fürchten als einmal im Leben jemandem jene Wahrheit zu sagen die er gar nicht hören will.

Wenn die Nacht denn weint, dann tut sie es für uns, weil viel zu viele von uns schon damit aufgehört haben, ab unserem verächtlichen Zustand eine Träne oder auch nur einen Gedanken zu verschwenden.

Als sich heute Morgen ein Sonnenstrahl matt durch das düstere Himmelsilbergrau, die Kälte des eisigen Wintermorgens und die Rollladen meines Zimmers gekämpft hatte, war ich knapp dabei aufzustehen, doch noch nicht wirklich bereit dazu. Ich blieb also mitten unter meiner riesigen eigenen Decke liegen und genoss neben der Wärme vor allem das Gefühl Zuhause zu sein. Selber zu entscheiden wann, ob und was ich frühstücken will, kann so viel Wert sein.

Ich vermisste alles was ich von meinem Leben hatte bereits nach acht Wochen sehr, dabei ging es mir ja nicht einmal wirklich schlecht da wo ich war, im Vergleich. Plötzlich überkommt einem ein noch viel hässlicheres und furchteinflössenderes Gefühl als je zuvor, wenn man von 200 Millionen Wanderarbeiter in China liest, die vierzehn Stunden am Tag arbeiten und gerade einen freien Tag im Monat haben. Einen freien Tag, ein Monat. Ich bin nichts als dankbar, hier zu leben und plötzlich wütend auf jeden der sich beschwert.

Bereit jedem in Kummer versinkenden, erwachsen gewordenen Kleinkind den Mund blutig zu schlagen, jedes von ihnen in einen stets lächelnden Jocker zu verwandeln. Dabei bin ich vor der ganzen Sache so ein friedlebender Mensch gewesen, es liegt an diesem Ort.

Doch nur für wenige Momente, wenige Augenblicke bevor ich bedenke, wie oft es mir selbst nicht anders geht. Dann besinne ich mich und komme zur Ruhe, nacht Müdigkeit überkommt mich Trauern und ich könnte selber weinen, über das was ich bin, wurde, nie sein werde.

Gestern habe ich mich mit jemandem der relativ viel älter war als ich und ziemlich viel erreicht hat über Idealismus unterhalten. Er hat mir erzählt von seiner Zeit des Wiederaufbaus einer Gesellschaft und des Aufbruchs, ich konnte ihm nur sagen das der Idealismus etwas ist was ich auch gerne hätte. Doch in unserer Zeit, erscheint er mir relativ nutzlos. Die Welt ist ein Chaos ohne Gleichgewicht, ohne Kontrolle und jeder Mensch versucht von diesem Zustand zu profitieren, immer ihm Wissen das es damit verschlimmert wird.

Ich drehe mich um und schlafe weiter, ich mag nicht aufstehen, ich will träumen, von anderen Welten als dieser, mit besseren Menschen oder am besten garkeinen.

Es ist seltsam, immer wenn ich weis das ich etwas Bestimmtes erledigen sollte, immer wenn ich bestimmte Anrufe tätigen sollte, bestimmte Arbeiten schreiben müsste oder bestimmte Gespräche führen sollte und wenn ich das Zimmer aufräumen müsste, geht das nicht. Zumindest nicht sofort.

Es sind diese Leute, sie sprechen darüber wie viel Geld sie in der Finanzkrise verloren haben und wie schade das es doch sei das Haider betrunken in den Tod gerast sei, immer das was in den Schlagzeilen steht brennt einem auf der Zunge, man will darüber reden, weil alle darüber reden. Wer redet vom neu entfachten Krieg in Afghanistan, wenn die USA gerade Rezession und Präsidentschaftswahlen zu bieten hat? Wer mag schon über Simbabwe oder Darfur Diskurse führen wenn wir genauso gut lesen können was Brad Pitt den ganzen Tag so treibt? Ignoranter Populismus.

Während ich also weis das ich etwas erledigen sollte, habe ich dieses seltsame Gefühl, ich meine die meisten kennen es vielleicht, dieses sich gedrängt fühlen. Bei mir ist das jeweils so, dass ich dann immer etwas suche das ich tun kann und doch nie etwas richtig anfange. Ich räume bisschen mein Zimmer auf, Chatte mal hier mal da ein wenig und das schlimmste ist: Sinnlosen scheiss im Internet lesen.

Ignoranter Populismus ist vielleicht genau das was unsere gute, idyllische, mächtige und allseits geliebte, westliche Gesellschaft dazu gebracht hat, dass man sie mit eben jenen benutzten Adjektiven beschreiben kann. Vielleicht verdanken wir der Ignoranz unsere Mittel und dem Populismus das Gefühl sich im Besitz von ersteren nicht schlecht zu fühlen, vielleicht umgekehrt. Ich weis es nicht, aber wäre es möglich dass unsere ganzes System vielleicht auf ignorantem Populismus aufbaut?

Sinnlose scheisse im Internet zu lesen oder gar zu suchen ist wie ein Fluch oder eine Sucht, keine Ahnung. Erst mal nur eben auf die News Seite vorbeischauen, nur um die beiden Hirnhälften schön mit nutzlosen Informationen vollzupumpen. Oh, ja Wetter ist immer gut, was haben wir den Heute? Grau. Stimmt sogar, wie ich durch mein Fenster erkenne. Temperatur? 6 Grad. Ok das ist kühl. Was haben wir Morgen? Ok, alles klar. In London? Ähnlich wie hier eigentlich? Moskau? Brrr…uswusw. Doch dann kommt das schlimme, passt auf: Warum zum Teufel ist es den in Hongkong  9 Grad kühler als in Peking? Schon werden Wikipedia Einträge zu der geologischen Lage der beiden Städte gelesen und bei Google Earth schaue ich nach wie weit die beiden Städte auseinander liegen. Vom Wiki Eintrag von Peking, lande ich schliesslich auf der Website des Olympischen Komites, ach ja wo finden den die nächsten Spiele statt? Vancouver, cool. Wo liegt Vancouver eigentlich genau? Achso ganz links unten in British Columbia, das mal ja krass, eigentlich direkt über Seattle…ich fand dann raus das Seattle gar nicht die Hauptstadt des Staates Washington ist, sondern Olympia, also das ist auch ne Stadt da und dann habe ich mich dabei erwischt wie ich die Nationalparks des Staates Washington bei Google Earth genauer angesehen habe. So kann sich dieses gedrängt fühlen auf mich auswirken, jaja…Meine ganz persönliche Form von ignorantem Populismus.

Was wäre eigentlich wenn wird uns alle für die Leute interessieren würden denen es schlechter geht als uns, was wäre wenn wir nicht alle so ignorant dem Populismus, der Medien oder eigentlich ja unserem eigenen Populismus folgen würden. Ich spreche nicht von einige Freigeistern und Idealisten sondern von einer ganzen Gesellschaft, von einer ganzen Kultur von Dauerkonsumenten. Was wäre wenn sich jeder einmal ein kleines bisschen mehr für soziale Konflikte in Südamerika, Überschwemmungen in Südostasien und hungernde Kinder von sonstwo interessieren würde? Ich weis es nicht genau, aber irgendwie bin ich überzeugt davon dass wir ihnen allen helfen könnten, das Problem wäre nur der Preis. Macht, Idylle und Mittel, wir müssten nicht ganz darauf verzichten aber wir würden von allem ein kleines bisschen einbüssen, wenn wir uns alle dafür interessieren würden. Wir könnten nicht mehr unser wundervolles Seifenblasenleben führen und mehr Geld für Tommy Hilfiger, Calvin Klein und Diesel Industries ausgeben als für Lebensmittel. Ich meine es würde uns nicht wirklich schlechter gehen, Geld macht nicht glücklich, unglücklich macht es nur es zu verlieren.

Vielleicht ist ignoranter Populismus eine Art Schutzmechanismus von uns, der uns unsere privilegierte Stellung in der Welt bewahrt, weis ich nicht. Ob ich ihn gut finde? Auf jeden Fall, wünschte ich mir manchmal er wäre nicht da, ich hätte ihn selber nicht. Doch ich dürfte nicht der erste sein, denke ich.

Unsterblichkeit ist eine ziemlich üble Sache, dies habe ich einem früheren Eintrag bereits herausgefunden. Wenn es kein Ende geben würde, wäre nichts an unserem Leben einzigartig, nichts würde nur einmal passieren. Kein Moment hätte den Reiz nie wiederkehren zu dürfen und es gäbe keine Vergänglichkeit, nur Ewigkeit. Millionen von Menschen wünschen sich die Unsterblichkeit, wissen jedoch nicht was sie mit einem verregneten Sonntagnachmittag anfangen sollen.

Ich würde alles was ich in meinem Leben getan habe anders machen, wenn ich von vorne beginnen könnte.

Er ist vierzig, lustiger Kerl, ich mag ihn. Zweimal geschieden, aber meistens gut gelaunt. Er verbreitet diese gute Laune auch weiter, jeder mag ihn und die meisten halten ihn für verrückt, ich bewundere ihn irgendwie.

Besser? Eigentlich glaube ich, egal wie viele Chancen man uns geben würde, wir würden immer recht Ähnlich handeln oder? Ausgenommen natürlich du würdest in der Zeit zurückreisen und dein Gedächtnis mitnehmen.

Ich bin jünger, ich habe keine wirkliche Ahnung von allem und frage trotzdem nach Allem, wieso auch immer.

Er lacht und stimmt mir zu das er vermutlich alles wieder genau gleich machen würde, egal wie oft er Leben würde.

Ich lache auch und stimme stumm zu.

Doch wenn wir ewig leben würden, wären wir dann Weise? Ich glaube kaum, vielleicht wären wir depressiver und vorsichtiger, vielleicht weniger sehnsüchtig und frei von Hoffnung. Vielleicht wären wir ja wirklich klüger, aber wäre das denn gut?

Wenn das ewige Leben schlecht ist, was ist dann eigentlich so gut an unserem Wunsch wenigstens so lange wie möglich zu leben. Wieso haben wir Angst vor dem Tod, wenn er doch laut mir auch viele gute Seiten hat?

Wenn man die Unsterblichkeit auf einem Zeitstrahl einordnen würde, wäre ihre Länge ja unendlich. Nun ist die Unsterblichkeit ja eigentlich nicht besonders attraktiv, wie ich finde, weil sie halt ewig ist.

Was wäre also wenn man die Zeit die man hat halbiert, viertelt oder achtelt. Wird das Leben attraktiver, umso weiter es von ewig entfernt ist? Könnte sein.

Angenommen ich hätte nur noch ein halbes Jahr, ein halbes Jahr bei relativ guter Gesundheit natürlich. Würde ich dann nicht alles tun was ich immer tun wollte, wäre ich plötzlich nicht frei von all den Sorgen über Zukunft und Sehnsucht, könnte ich dann nicht einfach einmal richtig leben, frei von Zweifeln? Vielleicht, nicht wahr?

Weis du Jan, [füge irgendein Satz ein den man auf jeder beliebigen Karte am Bahnhofkiosk finden kann.]

Ich strebe still nach Erkenntnis, meiner eigenen, nicht jenem den die Gesellschaft längst angenommen hat.

Lebe deinen Traum

Träum dir dein Leben, wie es hätte sein könnten

Ich mag ihn trotzdem, vielleicht bin ein Kind geblieben und brauche viel länger um das alles zu verstehen.

Wie lange möchte ich denn leben?

Keine Ahnung

Irgendwas zwischen ewig und fünf Minuten…mehr als 7 Tage. Natürlich tausende Jahre, die Zeiten überdauern und alle Weisheiten dieser Welt und der darauffolgenden  sammeln, ich frage mich nur warum eigentlich.

Ich sitze im Bahnhof und warte auf meinen Zug, ich lese etwas und schaue den Leute zu, wie sie kommen und gehen, wie sie sich wartend beeilen. Ich schaue zu wie sie hecktisch ihre Mobiltelefone zücken, nur um sie kurz darauf wieder wegzustecken und wie sie sich eilig von der einen Seite der Gratiszeitung zur nächsten kämpfen, auf der Suche nach der täglichen Portion Information, nicht das es jemanden wirklich interessieren würde was dort drin steht, doch man muss mitreden. Ein grosses Bild von Bauwerken in Dubai, eines von Tibet und eines von einem Barak Obama vor Massen seiner Zuhörern, drei mal fünf bis zehn Zentimeter Text, fünf Minuten aufgewendete Lebenszeit und voilà, schon weis man bescheid was auf der Welt passiert. Nur um es weitere fünf Minuten später wieder zu vergessen, zu verdrängen? Keine Ahnung.

Man geht von hier nach da, von da nach dort, ich sitze da. Es ist Sommer, warm, ausserhalb dieses dunklen Bunkers des Bahnhofs scheint sogar die Sonne mitten in den schwülen, drückend feuchten Sommertag hinein. Noch bevor die Erlösung, in Form des Regionalzuges mit seinen klimatisierten Wagen endlich eintrifft, denke ich an Schneeflocken. Ich träume vom Winter, ich mag Sommer prinzipiell auch, ich mag den Sommer immer bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine Woche lang dieses tropische, feuchte Wetter mit hohen Temperaturen herrscht. Es fühlt sich an als wäre ich eine schmelzende Schokoladepraline, die innerhalb ihrer Aluminium Verpackung einen grässlichen Tod erleidet, alles wird für mich dumpf, weit weg, ich denke in Gedanken die ich gar nicht denken mag, es ist zu heiss. Alles ist verschwommen, in meinem Kopf, Kopien über Kopien gelegt und alles auf Klarsichtfolie gedruckt, unmöglich etwas zu erkennen, unmöglich einen Gedanken zu fassen. Ich hasse tropisches Wetter, ich würde tropische Wälder hassen wenn ich in ihnen leben müsste, doch bitte lasst sie trotzdem stehen und verschont mich mit diesem Wetter. Doch an Schneeflocken dachte ich nicht weil ich sie vermisse, nicht nur.

Ist hier noch frei?

Sie lächelt.

Es ist nicht meine Bank, aber wenn du schon fragst, nein.

Klar.

Ich lächle, sie ist süss, strahlende Augen und ein freundliches Lächeln auf den Lippen. Doch es war nur eine kleine Portion, eine fein tranchierte Scheibe Kommunikation. Wir redeten kein Wort mehr miteinander, ich meine wozu auch. Wir hätten uns erzählen können was wir für Musik mögen, was für Schauspieler, was wir werden möchten, wir hätten die Grösse der Portion vergrössern können. Doch keiner von uns nahm das als Sinnvoll wahr. Vielleicht sehe ich sie nie wieder, dieses kleine Quäntchen Freundschaft, dass mit mir die Bank im Bahnhof teilte. Ob das schlimm oder gut ist weis ich nicht, die Portion war zu klein.

Menschen sind wie Schneekristalle, zuerst sind wir nichts, Dunst und Wolke. Wir sind Nebel, unsichtbar und doch schleierhaft. Doch wenn die Temperatur tief genug ist beginnt für uns das Leben, wir fallen herab in den Strudel des Seins und drehen in im unsere Kreise, getrieben vom kalten, unerbittlichen Wind. Wir fallen und fallen, wir steigen manchmal auf, wenn der Wind uns steigen lässt, doch irgendwann fallen wir alle weiter. Irgendwann treffen wir auf andere Schneekristalle, wir heften uns mit ihnen zusammen, wir fallen weiter, zusammen als Schneeflocke. Die Aussicht ist wundervoll, genauso wie es Angsteinflössend ist, da sie uns zeigt wie weit wir noch fallen werden. Irgendwann kommen wir unten und liegen da, wir schmelzen.

Es gibt alles in Portionen, Erholung in Gestalt eines Wellness Jogurt Drinks im Supermarkt, es gibt portionierte Emotionen auf Postkarten, es gibt Liebe in Scheiben und Wurstform oder Sehnsucht als Schokolade. Ich konsumiere, weil ich bin. Es gibt portionierte Information, Kommunikation, klein abgefertigte Freunde und das bereits eingepackte Gefühl  gemocht zu werden, welches man irgendwem schenken kann.

Ich frage mich ob alles so klein ist, ich selbst eine Portion und Schneekristall bin, ich weis es, doch ich frage es mich trotzdem. Ich frage mich ob es die anderen alles auch wissen, ich denke sie sind alle schlauer als ich. Sie geniessen ihre Portionen als das was sie sind, teilweise sind sie nämlich toll, sie leben.

Ich falle, diese wundervolle Aussicht, es gibt nichts was fröhlicher tanzt als Schneeflocken, sie fallen auch.

Und das im August.

Hallo Jan.

Ich denke dies ist ein Moment den jeder kennt. Der Augenblick in dem der Orkan deines Seins rund um dich herum aufhört zu wüten und du dich nur noch auf eine kleine Sache konzentrierst:

Dein eigenes Gedächtnis, denn du willst herausfinden, wer das sein könnte, der vor dir steht. Wie die Pausenfunktion in einem Videospiel, dreht sich die Windhose des Lebens für einen kurzen Moment nicht, du kannst kurz nachdenken aber die Zeit ist knapp.

Failed, Your Death oder einfach Game Over. Du schaffst es nicht, hier gibt es jedoch kein Try Again, kein Exit Game, nur Continue.

Es tut mir echt leid aber wie war den Name nochmal? Wäre das Beispiel einer guten Antwort gewesen oder auch nicht, aber zumindest ehrlicher als das was ich gesagt habe.

Hey, hallo wie geht es dir?

Erinnerungen sind etwas ganz spezielles, man hat einige Dinge die man sich gerne merken möchte, es gibt Momente die möchte man sich in den Geist Mahlen, um sie immer wieder anschauen zu können und es gibt Emotionen die man sich ins Herz brennen möchte, man möchte sie immer wieder hervor nehmen und fühlen können. Doch es gelingt selten. Es gibt Dinge die wir uns merken müssen, für mich das schwierigste, weshalb ich wohl auch nie ein guter Schüler war oder bin. Natürlich gibt auch Dinge die möchten wir vergessen und schaffen es nicht, Augenblicke die einem einfach beschäftigen, ohne das man es möchte. Vielleicht wusste ich deshalb nicht mehr, wer diese schwarzhaarige Person war, die dort im Bücherladen vor mir stand. Zweifellos, sie kam mir bekannt vor, normalerweise weis ich auch was ich mit einer Person erlebt haben könnte, aber bei dieser Frau oder diesem Mädchen, hatte ich zuerst wirklich keine Vermutung.

Voll lustig dich wiedermal zu sehen, ist sehr lange her nicht?

In ihren Augen sehe leuchtend die Sehnsucht nach einem Lächeln, das ihr signalisiert dass ich genauso empfinde. Ich gebe es ihr dies natürlich, ich meine was soll ich sonst schon tun, ich Nicke sogar, man kann sich gegen ein solches Lächeln wirklich nur schwer erwehren. Aber wer zum Teufel ist sie? Ich erstelle in meinem Kopf eine Liste mit allen mittelgrossen, schwarzgekleideten und schwarzhaarigen Frauen, die ich je kannte, als mir einfällt das sie was anderes anhaben könnte und ach ja Haare kann man färben.

Ich bin meine eigene Unwissenheit und Lächle zurück. In diesen Momenten fühle ich mich immer nackt und fröstle, weis aber nicht wieso. Ich hätte sagen sollen dass es mir leid tut, dass ich ihren Namen vergessen habe, dass ich nicht mehr genau weis wer sie ist. Doch es gelingt mir nicht, ich lächle, es muss amüsant sein jemanden so lange lächeln zu sehen, mir fällt ein dass sie mich etwas gefragt hatte.

Ja, ist lange her.

Dies war einer der Momente die ich lieber vergessen hätte als sie mir für immer einzubrennen, ich bin nie ein überzeugender Schauspieler gewesen. Aber wenn man so vergesslich ist wie ich, hat man diese „guten Tag schön dich wiedermal zu sehen, obwohl ich keine Ahnung habe wer du bist“, Nummer irgendwann ganz gut drauf. Ich meine man muss, falls man überleben will. Ich habe es trotzdem immer gehasst, ich meine sowas kann ganz schön schief gehen. Wenn sie rausfinden dass du lügst, musst du ein Loch graben, wenn jemand vorbei kommt noch zwei oder drei und ehe man sich versieht…

Du ich muss los, mein Bruder wartet, wir gehen ins Kino. War echt schön dich wieder einmal zu sehen.

Weg war sie, ein Geist oder ein Engel? Keine Ahnung.

Tschüss.

Ich bin meine eigene Amüsiertheit über die Vergesslichkeit meiner selbst, welch wundervolle Komik doch in dieser Szene steckte. Jetzt muss ich nur noch herausfinden wer diese Person gewesen sein könnte. Etwas später frage ich jemanden der auch in meine alte Klasse ging, eine Vermutung hat man ja meistens, wer von den Mädchen alles schwarze Haare hatte und wer auch noch einen Bruder. Er gab mir drei Namen, ich kramte ein Klassenfoto von früher nach vorne und tatsächlich, sie muss es sein. Dabei bin ich doch erst sechs Jahre aus dieser Klasse raus, von denen ich drei noch auf der gleichen Schule war und ich kannte sie einfach nicht mehr. Tut mir echt leid und eigentlich schade.

Wir machen im Urlaub Fotos statt uns die Dinge richtig anzusehen und wir verschicken Postkarten, statt unseren Freunden zu erzählen was wir erlebt haben. Ich kann keine Sonnenuntergänge zeichnen und man kann Regenfall nicht mir Worten umschreiben. Deshalb versuche ich sie aufzusaugen, ich will keine Ferienfotos die ich nie wieder anschaue, ich will die Erinnerung des Moments, behalten. Ich will die die Wärme speichern wenn mich die Sonne das letzte mal anstrahlt bevor sie sich in ihr eigenes Farbenmeer herabsenkt und ich will keinen Film des Regens sehen, sondern das Gefühl behalten das ich habe wenn ich gegen ihn anrenne, ich will den Wind behalten der mir ins Gesicht bläst. Doch es gelingt nicht, ich kann mir nicht einmal die Namen der Leute merken mit denen ich mein Leben verbringe. Ich kann mir problemlos meinen Arbeitsplan für die nächsten drei Wochen merken, ich vergesse eigentlich nie Termine und mit meist pünktlich. Diese anderen Dinge jedoch, die mir wichtiger erscheinen würden, bei denen schaff ich das nicht.

Ich bin mein Gedächtnis, die Kopie des Traumes der Erinnerung an die Vermutung in einem Moment gelebt zu haben, alles verwaschen und zuvor nie gesehen. Eigentlich ein genauso wundervolles wie nutzloses Kunstwerk, ich bin die Vermutung, Sehnsucht zu haben nach dem Augenblick, den ich bereits erlebt haben könnte und vergessen habe. Ich schlafe, renne, stehe, trinke, esse, verdränge und vergesse. Vergessen ist wohl einfach Teil des Lebens, zumindest für mich.

 

Meine Katze ist lustig, egal was sie macht irgendwie tut sie es immer mit dieser Eleganz und mit einem Anmut der mich, würde ich es nicht besser wissen, vermuten lasst sie sei wahrscheinlich ein edler Tiger, Königin des Urwalds oder ein mächtiger Löwe, der durch die Steppe streift. Sie putzt sich auf dem Sofa genüsslich und säuberlich ihr Fell, nur um sogleich mit der Eleganz einer Antilope von ihm herunter zu hüpfen und sich anderen Aufgaben zuzuwenden, von denen ich keine Ahnung habe worin sie eigentlich liegen könnten.

Sie scheint auf jeden Fall ihre eigenen Pläne zu haben und ihren eigenen Geschäften nachzugehen, ich frage mich manchmal ob sie irgendwas im Schilde führt und ob sie irgendwann mit den anderen Katzen im Quartier für eine Vendetta an uns allen sorgt. Man kann dies natürlich nicht genau sagen, ich habe jedoch nicht das Gefühl das dem so ist, viel mehr wirkt sie auf mich wie ein alter Mafia Boss, der sich nach den guten alten Zeiten sehnt. Kein Ire und kein Russe, auch kein asiatisches Mitglied des organisierten Verbrechens, nein, der gute alte Italiener. Ja, eher ein Italienischer Mafia Boss, als ein Revolutionär, eher ein Soprano als ein V.

Ich glaube es ist wirklich so, Hunde sind in einem Haushalt eher Angestellte, während Katzen irgendwie freie Mitarbeiter sind, die immer tun was sie wollen. Irgendwann wirst du vielleicht ein Freund deiner Katze sein aber man sollte ihnen nicht vertrauen. SIe gewährt dir vielleicht ihre Liebe, noch lange kein Grund das sie dir auch ihre Treue geschenkt haben könnte.

So stiess ich also auf die Frage welcher klassische Mafiafilmschauspieler wohl meiner Katze am ähnlichsten wäre, so ganz sicher bin ich mir jedoch natürlich nicht. Auf jeden Fall einer der Klassiker, ein männlicher, obwohl es eigentlich ein Katze ist…egal, alter Italienischer Mafia Boss. Al Pacino denke ich nicht, er ist etwas zu nachdenklich, manchmal wirkt er fast schon unentschlossen. Robert de Niro trifft es vielleicht ganz gut, er hat zwar auch dieses Nachdenkliche aber auf eine andere Art, eine Art die ich persönlich jeweils mehr mochte als bei Al Pacino. Da wäre natürlich noch Joe Pesci, die kleine Bulldoge, da fällt mir ein Filmzitat ein:

„Man muss das gut organisieren mit den Löchern in der Wüste, ich meine wenn man mit dem Packet ankommt muss das Loch schon gegraben sein, sonst legt man fürs Graben noch ein zwei Stunden drauf, wer weis schon was alles passieren kann? Wenn dann jemand vorbeikommt, ist es gut möglich dass man noch zwei oder drei Löcher mehr Graben muss, das kann die ganze Nacht dauern und ehe man sich versieht…“, frei nach Nicky (Joe Pesci), in Martin Scorseses Casino.

Aber Joe Pesci halte ich für ein wenig übertrieben, ich meine wenn der in einem Mafia mitspielt weist du quasi schon im Vorauss das er irgendwann durchdreht und jemand ziemlich sinnlos umbringt oder foltert. „Wenn jemand härter Schlägt als er kommt er mit einem Knüppel wieder, wenn du auch einen Knüppel hast kommt er mit einer Kanone…“, diesmal De Niro, ebenfalls aus Casino oder in GoodFellas, bin nicht sicher. Nein, Joe Pesci halte ich für übertrieben, ich meine sowas macht keinen Spass, jetzt muss man sich vorstellen das ich das Gesicht so verziehe wie es De Niro am besten kann.

Meine Katze hat mir schliesslich noch nie etwas zuleide getan, im Gegenteil sie ist eigentlich immer freundlich, ein guter Mitbewohner und ich würde auch nicht vermuten das sie noch anderen Geschäften nachginge, wenn ich sie nicht schon des Öfteren gesehen hätte wie sie sich in der Abenddämmerung mit andere Katzen trifft. Nein, die hat einige schiefe Dinger am Laufen, da bin ich mir sicher, trotz allem jedoch ist sie ein guter Mitmensch oder halt Mitkatze, auf jeden Fall gut.

habe eine andere Idee wie heisst der Typ noch einmal der Don Corleone im ersten Film von der Pate spielt? Der auf dem Bild oben. Ach ja Marlon Brando, hiess er, den will ich für die Verfilmung des Lebens meiner Katze, er ist genau der richtige, ein fairer, klassisch italienischer Mafia Boss, zu allem entschlossen und doch ein guter Familien Vater. Er passt, ich weis nur nicht ob er noch Mafia Filme macht, ich glaube ich weis nicht ein mal ob der noch lebt, wäre eine Schande wem den nicht so wäre. Ich denke nicht dass ihn jemand als schlechten Mitmenschen bezeichnen würde, er hat nur immer so seine seltsamen Geschäfte am Laufen, genau wie meine Katze. Ja, Marlon Brando ist gut. So gut das ich heute auch gleich mit ihm abschliesse:

„Das ist eine sizilianische Botschaft. Sie bedeutet Luca Brasi schläft jetzt bei den Fischen.“, überaus dumpf und doch genial. So genial das es von meiner Katze selbst kommen könnte.

Irgendwie habe ich gerade Lust wiedermal einen Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen zu werfen. Wieso kennt mein Word die Namen Hillary Clinton und John Mccain, schlägt mir jedoch bei Obama, Osama vor? Vielleicht ist Microsoft gegen schwarze? Und vielleicht haben ja deshalb, und natürlich allein deshalb, so viele Amerikaner das Gefühl Barack Obama habe etwas mit dem Islam am Hut hat. Vielleicht sollte er deshalb Arnold Schwarzeneggers Angebot, den Posten des Energie und Umweltministers unter zu Obama übernehmen, annehmen. Wäre vielleicht nicht schlecht, denn der Terminator bekämpft das Böse in der Welt und würde sicher nichts mit einem von Grund auf Bösen, und das sind sie alle, Islamisten anfangen. Dass wäre etwas woran sich die US-Bürger festhalten könnten und das sie kennen, am besten noch Brad Pitt und George Clooney mit rein ins Kabinett für die unentschlossenen Frauen und als Aussenminister entweder Kiefer Sutherland, aka Jack Bauer oder Chuck Norris, er spielt nicht Gott denn Spielen ist für Kinder, einfach jemand der mit härteren Bandagen Kämpft als dieser verweichlicht scheinende, schwarze Rhetoriker. Wie reif ist Amerika dafür, eine richtig durchschlagskräftige Regierung zu bekommen? Ich weis es, einmal mehr, nicht.

 

Wundervoller Tag nicht war? Mal nachgucken.

Sonne Scheint [x]

Es ist nicht zu heiss [x]

Ich habe, immer noch, Urlaub [x] Oh habe ich wirklich noch? Ah, doch, puh…

Kein Hund, Katze, Kanarienvogel, Hase, Tiger, Leopard, Krokodil oder Meerschweinchen hat mich Heute Morgen geweckt [x]

Auch keine Geschwister, Mücken und andere Insekten [x]

Nicht ein Anruf [x]

Ich bin einfach so um 6 aufgewacht und konnte nicht mehr richtig schlafen [  ]

Mist… na ja nichts ist perfekt. Aber 14.2857% ist ok, es gab schon schlechtere Tage.

Aber achja etwas gibt es von heute morgen dennoch zu berichten:

 

Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterlannd.

 

Joa genau so, heute kam ein Brief für das Nationalfeiertagsfest hier im Dorf, in der Schweiz ist das am ersten August und eigentlich war das nie eine grosse Sache, weshalb ich recht erstaunt war als da etwas von Bürgerehrungen, Musikgesellschaft, Festwirtschaft und Umzug stand. Als das Blatt, weil ich weder vorhabe mir das Trompeten Gedudel anzutun, geschweige den die Rede des Bürgermeisters, gerade in den Mülleimer wandern sollte, habe ich mit Erstaunen festgestellt, das die sogar die Nationalhymne hinten drauf gepackt haben. Eigentlich sollte ich jetzt fast schon hingehen nur um zu sehen wie viele, unserer frommen Schweizer Eidgenossen die Nationalhymne wirklich können, denke über ein Drittel wird es nicht kommen, die Gott im hehren Vaterland preisen, ohne mehr als einmal im Jahr in der Kirche zu sein. Viele werden natürlich sagen Nationalstolz sei etwas sehr gutes und wie schade es ist das es das in Deutschland sowas nicht gibt, aber glaubt mir ich kann mir gut vorstellen das es auch ohne geht, ich schließe, ß um zu verhindern das jemand herausfindet das ich Schweizer bin, also mit:

 

Ziehst im Nebelflor daher,
Such’ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland.

Und so weiter.

 

Zurück aus der Dorfpolitik wieder in die Vereinigten Staaten. Hillary Clinton hat 25.2 Millionen Dollar Schulden das ist natürlich hart, aber wenn man es aus der anderen Perspektive betrachtet auch wiederum gar nicht so schlimm für sie, denn dank dem sinkenden Dollar Kurs schwinden die Schulden irgendwie von selbst dahin. Barack Obama hat versprochen ihr zu helfen ihre Schulden abzubauen, er ist lustig, hat er ihr doch einfach einen Scheck für 4600 Dollar, der Höchstspende Betrag im US-amerikanischen Wahlkampf, unterzeichnet und seiner Parteikollegin gegeben.  Ich werde das Gefühl nicht los das die sich das anders vorgestellt hat. Was macht eigentlich Obama? Er ist gerade im Irak, dort gibt’s zwar weder Wählerstimmen zu gewinnen, ein guter US Soldat wählt McCain, noch Leute die gut genug Englisch können um seine rhetorischen Reden zu verstehen, auch dafür sind wohl weder die Irakis und noch viel weniger die Marines geeignet, aber dafür halt Pressepräsenz im Sommerloch, deren Wert nicht zu unterschätzen ist!

 

Da ich mich ja wiedermal dazu durchringen konnte einen Beitrag in der Kategorie Politik zu schreiben, hätte ich vielleicht auch ganz gerne etwas über Deutschland, die EU, allgemein Europa oder auch Afrika geschrieben, aber das ist echt immer so ein durcheinander auf der ganzen Welt, davon kriegt man Kopfschmerzen. Ausser bei mir im Dorf und in Amerika, da muss man einfach einen wählen der sich darum kümmert was man auf den Zettel des Nationalfeiertags schreiben will beziehungsweise entscheidet welches Land als nächstes, weil es Mitglied der Achse des Bösen ist, gebombt wird. So einfach könnte Politik sein, warum eigentlich nicht?