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Er ging nach Hause.

Es hatte wieder ein kleines bisschen angefangen zu Regnen, Blitze und Donner hörte man jedoch nur noch aus der Ferne. Nachts hatte dieser Regen auf einmal etwas sehr melancholisches. Sein Haar war heute nie trocken gewesen, seit…

Er ging nach Hause, allein.

Natürlich hätte er auch den Bus nehmen können, doch er mochte es überaus gerne zu Fuss nach Hause zu kommen. Denn so konnte er über viele Dinge nachdenken. Manche Leute sagten ihm immer wieder jenes nachdenken sei nicht gut für ihn. Sie sagten er denke über zu viele Dinge nach, er müsse lernen so manches einfach zu akzeptieren.

Er dachte daran all seine Freunde auf einmal an einem Ort zu versammeln, er dachte darüber nach wer sich wohl besonders schlecht mit wem verstehen würde. Natürlich wollte er das nicht wirklich tun, er mochte nur den Gedanken wirklich alle Leute mit denen er je gut ausgekommen war zusammen zu sehen, keiner würde absagen, in dieser Vorstellung.

Er lächelte und bog in eine Seitenstrasse.

In der Realität würde kaum ein Drittel tatsächlich erscheinen.

Aber sie würde da sein. Er würde sich nur auf sie konzentrieren und alle anderen vergessen, wer wollte das schon?

Es war schon so gewesen als er sie das erste Mal gesehen hatte aber bei ihm war das bei vielen Frauen so wenn er sie das erste Mal sah. Das besondere war viel mehr das es länger angehalten hatte.

Er ging die ganze Hauptgasse hinunter und verfolgte das wilde Treiben des fliessenden Regenwassers auf der Strasse. Es erinnerte ihn an etwas, was vor längerer Zeit durch die Gassen einer anderen Stadt geflossen war.

Es war sein Beruf. Sein Beruf hatte ihn ständig von ihr weggetrieben und von allen anderen die er sowieso  nicht hatte wiedersehen wollen. Doch bei ihr tat es ihm leid. Alle anderen redeten dauernd über Häuser die man doch kaufen sollte, Kinder die man haben müsse und Kirchen in denen man heiraten sollte. Er wollte das grundsätzlich auch, doch irgendwie kam es ihm nicht richtig vor, noch nicht.

Sie lies ihm Zeit.

Er war noch nicht viel mehr als das Kind, von dem die anderen Leute ihm sagten er sei es einmal gewesen.

Er erreichte seine Wohnung und schloss die Tür auf.

Ein richtig schlechter Mensch war er nicht, ein richtig guter auch nicht. Er glaubte ohnehin nicht an gute oder schlechte Menschen, eigentlich nicht einmal an gute oder schlechte Taten. Doch viele Menschen taten das und dies war der Grund warum er tat was er tat: Er half Leuten.

Er hängte seine Jacke über den Stuhl wie er es jeden Tag tat. Dann ging er ins Wohnzimmer, schenkte dem dort hängenden Symbol für einen Gescheiterten Freiheitskampf oder eine Revolution mit blutigem Ausgang ein Müdes Lächeln. Dieser junge Mann der dort mit seinen Einkaufstaschen vor einer Reihe Panzern stand und keinen Anschein machte sich zu bewegen, hatte auf der einen Seite den grösstmöglichen Respekt verdient den ein Mensch je erreichen konnte. Auf der anderen Seite erinnerte er ihn manchmal an ihn selbst. Er motivierte ihn jeden Morgen aufzustehen und das weiterzumachen was er tat.

Das tat der Tankman wohl für so einige Leute.

Er nahm eine Dusche, diesmal warm.

Bevor er sich schlafen legte verfolgte ihn vor allem der Gedanke, ob sie ihn von dem abhielt was er tat. Es dauerte eine Weile, doch schliesslich löste er sich von seinem Computer Bildschirm und legte sich schlafen.

Wie lange es gedauert hatte bis er einschlief, hatte er am nächsten Tag wie die meisten Menschen in solchen Fällen schön längst vergessen.

Dies ist ein Kapitel der abgeschlossenen Kurzgeschichte Wiederkehr im Sommerregen

Er hatte Freunde die in Mittelalter Clubs und Sience Fiction Vereinigungen mitmachten, sich deshalb regelmässig zu Rollenspiel Events trafen um gemeinsam, irgendwo in einem Wald oder unbenutzten Kellerräumen, Abenteuer zu erleben oder ihre  Weltraumschlachten zu schlagen. Andere Freunde von ihm gingen einmal am Tag ins Fitnessstudio, um sich mit Anabolika und Steroiden voll zu dröhnen nur um danach im Spiegel den Muskeln quasi beim Wachsen zusehen zu können. Er kannte Leute die Tag und Nacht mit Videospielen verbrachten und andere die obwohl sie gleich alt waren wie er immer noch daran glaubten einmal Basketballstar zu werden. Andere bauten Modelleisenbahnen oder hielten Ausschau nach Alien Funksprüchen. Alles Leute die sich selbst ernst nahmen.

Er beneidete sie alle ein wenig. Neid darauf dass diese Menschen irgendetwas hatte was ihr Leben auszufüllen schien und ihnen das Gefühl gab wichtig zu sein. Etwas was für sie alle die verlorene Religion dieser Gesellschaft ersetzte. Obwohl er vieles erlebt hatte, musste er sich eingestehen nie so etwas gehabt zu haben.

Ein Mann ohne grosse Träume, der trotzdem stets davon ausgegangen war irgendwann die Welt verändern zu werden. Heute entlockte ihm jener Gedanke nur noch ein müdes Lächeln, die Welt verändern…

Er stand da und putzte das Gemüse.

Karotten, Rübenkohl und Broccoli. Er dämpfte alles nur kurz in ein wenig heisser Brühe, so dass es schön bissfest blieb, denn sie hasste matschiges Essen. Sie hatte kein Fleisch im Haus gehabt, deshalb gab es einfach Teigwaren und eine Pilzsauce, mit dem Gemüse eben.

Er fragte sich warum sie nicht zu ihm gegangen waren.

Auf dem Weg ins Wohnzimmer um den Tisch zu decken sah er sie auf ihrem alten Polstersessel vor dem nicht brennenden Kamin sitzen. Sie hatte die Lesebrille mit dem grossen schwarzen Rahmen auf und las in einem Buch, er stellte einmal fest dass er es aus irgendeinem Grund mochte wenn sie diese Brille trug. Wieso wusste er nicht.

Er stellte fest dass ihr alter Eichenparkettboden immer noch an derselben Stelle fürchterlich knarrte. Sie sah auf und lächelte, er lächelte ebenfalls und stellte fest das man jetzt essen könne.

So sassen sie dann da, sie rühmte sein Essen und er wusste das sie dies auch getan hätte wenn es schlecht gewesen wäre, musste sich jedoch eingestehen das ihm mit den wenigen Dingen ein recht gutes Abendessen gelungen war. Nur Wein für die Pilzsauce hatte er keinen finden können.

Er goss sich und ihr Wasser nach.

Sie hatte eigentlich sowieso nie Alkohol im Haus.

Er eigentlich auch nur selten.

War ich dir eigentlich nie zu normal?

Sie lachte, du? Normal? Wie kommst du darauf?

Er stellte mit Erstaunen fest wie verlegen ihn ihre Amüsiertheit machte. Er versuchte sich zu erklären und scheiterte.

Sie lächelte erneut.

Du warst einfach nicht da. Dein einziges Problem war das du einfach nicht mehr da warst.

Er wusste das und verfluchte erneut die Umstände die ihn dazu gebracht hatten einfach so zu verschwinden. Umstände die er ihr niemals einfach würde erklären können, die er all den Frauen vor ihr auch nicht hatte erklären können. Die Umstände die normalerweise der Grund waren wieso er nicht zurückkehrte, doch diesmal hatte er es getan.

Alles wegen ein bisschen Sommerregen.

Dies ist ein Kapitel der abgeschlossenen Kurzgeschichte Wiederkehr im Sommerregen

Fortsetzung von Er stand da. Sie sagte nichts.

Der Sommerregen war für kurze Zeit zum Gewitter geworden, um kurz darauf ein Sturm zu werden. Blitze um sich schleudernd und betäubend donnernd war er danach einfach plötzlich verschwunden, wie er es so an sich hat an manchen Tagen.

So standen sie dort, in der Mitte dieser riesigen Wiese.

Sie die sich so viel und nichts zu sagen hatten.

Im Regen war hatte sie seine Hand losgelassen, war weggerannt um sich einholen zu lassen. Sich versteckt um gefunden zu werden, sich von ihm gelöst um umarmt zu werden.

Doch nun standen sie einfach da.

Die Sonne kam hinter einer dicken Regenwolke hervor, stolz war sie einmal mehr den Sieg davongetragen zu haben.

Sie war so perfekt. Er wusste das, jeder wusste es. Ein Engel, nach dem Regen mit durchnässtem Haar, das den wiedergekehrten Sonnenschein reflektierte und glänzte.

Er wusste nicht wieso er gegangen war und konnte nicht sagen warum er wiederkam.

Sie wusste das. Sie wusste so viel mehr über ihn als er je wissen würde.

Er stand nur da.

Unter dem hohen Gras der Wiese hatte sich die Erde in Lehmigen Matsch verwandelt aus der Wasser hervorquoll wann immer man darauf stand.

Plötzlich durchbrach sie die Stille und meinte dass sie nach Hause gehen sollten.

Er nickte.

Nach Hause? Ihr zu Hause? Seins? Zusammen oder allein?

Er ging nur neben ihr. Redete über das Wetter und die Vögel. Er erzählte ihr inhaltslose Dinge und sie lächelte darüber ohne glücklich zu sein.

Er fragte ob er kochen soll. Sie sagte ja.

Sie wusste dass sie ohne ihn nicht mehr Leben konnte und er wusste gar nichts.

Er wusste nur dass er wiedergekommen war und er wusste dass dies etwas zu bedeuten hatte.

Sie hoffte zu wissen was.

Fortgesetzt in Alles wegen ein bisschen Sommerregen.

Er stand da vor ihrer Tür. Er stand da ohne Blumen, ohne zurechtgelegte Worte und ohne zu wissen was er eigentlich erwartete oder wollte.

Er wusste nur dass es regnen würde.

Ein heisser, sonniger Sommertag war es gewesen. Ein schwüler, erdrückender Abend voller schwarzer Wolken war es dann geworden.

Ja. Genau das hatte ihn wieder hierhin geführt. Die Erinnerung, an das was sie zusammen einmal hatten.

Er stand da ohne Schuhe.

Er klopfte.

Nach einem kurzen Moment der sich ewig anfühlte wollte er sich gerade umdrehen und gehen.

Sie öffnete die Tür. Sie sagte nichts.

Er stand da.

Die meisten Frauen hätten jetzt viele Fragen gestellt, hätten wissen wollen warum er hier wäre nach so langer Zeit und warum er sich nicht gemeldet hätte. Sie wären mit einer Flut aus Neugierde, Freude und Wut über ihn hereingestürmt. Viele hätten ihn hereingebeten, einige auch weggejagt.

Doch sie sagte nichts. Sie sah ihn lange an, mitten in die Augen. Kein Lächeln nur ein wenig Verletztheit das er gegangen war und ein bisschen Freude über das wiedersehen.

Sie wusste warum er hier war.

Man hörte wie die ersten, einzelnen Regentropfen des Sommergewitters auf dem Asphalt aufschlugen und man roch den teerigen Duft ihres Dampfes.

Er versuchte zu lächeln. Doch eigentlich stand er immer noch nur da.

Sie zuckte die Schultern und zog Hausschuhe sowie Socken aus.

Er stand da und streckte die Hand aus.

Sie nahm seine Hand und lief mit ihm mitten hinein in den Sommerregen.

Fortgesetzt in Nach dem Regen.

Das hier ist dann also Amerika, die grossen verhassten vereinigten Staaten, Washington State Olympia Town. Der Taxifahrer der mich vom Flughafen abholt weis dass der Name Jan eigentlich aus Skandinavien kommt, dass die Schweiz vier Landessprachen hat und dass diese seltsamen Smart Autos von denen eines zwischen den vielen Pick Ups an uns vorbeifährt, eigentlich aus der Schweiz kommen. Er glaubt wir haben die gebaut weil wir so kleine Strassen und Autobahnen haben, unsere Strassen wurden ja ursprünglich für Pferd und Wagen gebaut, nicht wie hier, erklärt er mir.

Ich glaubte eigentlich, ich könnte kein Wort Englisch aber es geht sehr gut. Der Umstieg von Militär hierhin ist etwas gross, dafür erscheint mir alles viel besser denke ich. Die Familie bei der ich wohne verstehe ich ehrlich gesagt noch nicht ganz, aber sie sind auf seltsame Weise ziemlich interessant. Die Mutter und die Tochter sind Amerikanerinnen wie man sie sich vorstellt, kochen und essen auch so. Valerie, dass ist die Mutter, hat mir gestern erzählt das sie zwei Mal Zwillinge bekommen hat, sonst keine Kinder. Ich hab ein wenig gelächelt, erstaunlich ist es ja schon. Danach hat sie mir erzählt dass ihr Sohn auch zweimal Zwillinge hat.

„But we’re not takin any pills Jan. “, sagte sie lachend.

Auf den Familien Fotos und in allen Gesprächen hat sie nie auch nur am Rand den Vater ihrer Kinder oder gar ihren Mann oder irgendetwas in der Art erwähnt, wenn ich nicht wüsste das man sowas aus biologischer Sicht in den meisten Fällen braucht, würde ich annehmen sie wäre selbst auf die Idee gekommen Kinder auf die Welt zu stellen. Der Keller meiner Gastfamilie ist eigentlich ein kleines Apartment für Austauschstudenten wie mich, eigentlich hätte es hier vier Zimmer aber im Moment sind wir nur zwei.

Ken kommt aus Thailand, er braucht Morgens für das Frühstück 20 Minuten, im Bad weitere 15 und hat sich danach eigentlich immer noch weder angezogen noch seine Schulsachen zusammen. Er hat mich als erstes als wir uns sahen gefragt ob ich ihn morgens wecken kann, weil für ihn sei sowas sehr schwer. Er hat es bisher nie geschafft den richtigen Bus nach Hause zu nehmen, genau jetzt telefoniert er mit Valerie weil er in die nächste Stadt gefahren ist mit dem Bus. Aber ich mag ihn, er ist immer gut drauf.

Das Evergreen College ist fantastisch, mitten in einem Wald voller Hirsche, mir sind davon schon fünf über den Weg gelaufen, es ist ein riesiger Campus und es scheint alles recht neu zu sein. Es gibt dort die grösste Bibliothek in der ich je war, eine hübsche Cafeteria, einen Bookstore, alle Zeitungen sind Gratis, ich kann Steuerfrei Dollars beziehen, es gibt ein Gym sowie ein Schwimmbad und eine Turnhalle was man alles jederzeit benutzen darf. In der Sprachschule gibt’s vor allem Leute aus Asien, aber auch einige Südamerikaner und wenige Europäer. Ich glaube bisher erst einen Deutschen getroffen zu haben, der aber erstaunlicherweise und vielleicht zum Glück nicht angefangen hat Deutsch mit mir zu sprechen. Mir gefällt es eigentlich richtig gut hier, nur das Essen ist echt mal mies und ich habe bisher nirgends Wasser gefunden das man trinken kann. Ach ja und der „Orangensaft“ den meine Gastfamilie hat ist ne Mischung aus Wasser und Glucose mit 2% Orange…steht so drauf, wie kann man sowas kaufen? Aber wie gesagt, eigentlich mag ich es hier.

„Ich habe bestimmt keine Rassen-, Standes- oder religiöse Vorurteile. Es genügt für mich, zu wissen, jemand ist ein Mensch – schlimmer kann er nicht sein.“

Anders als man es von einem Schriftsteller erwarten würde den ich persönlich für einen reinen Kinderbuchautoren gehalten habe, stellte ich kürzlich fest, dass Mark Twain relativ misanthropisch veranlagt gewesen sein musste.

„Ich habe es schon häufig als bedauerlich empfunden, dass Noah und seine Sippe das Boot nicht verpasst haben.“   

Ist ja auch nicht so das es mir anders gehen würde, irgendwie mag ich die Menschen an sich auch nicht besonders. Vielleicht liegt es ja in unserer Natur das wir einander hassen, so wie das Spinnenweibchen, dass nach der Paarung das Männchen frisst. 

„Der Mensch wurde am Ende der Wochenarbeit erschaffen, als Gott bereits müde war.“  

Welche andere Rasse in der wundervollen Schöpfung Gottes hat es schon nötig gigantische Waffenarsenale anzulegen, nur um sich vor sich selbst zu schützen. Welche Form von Lebewesen zerstört schon bewusst seinen eigenen Lebensraum. Welchen Zweck erfüllt wohl die Eifersucht des Menschen, welchen Sinn hat seine Gier in der Evolutionstheorie und woher nur kommt dieses unheimlich, unverständliche übergrosse Mass an Stolz und Eitelkeit?

„Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann. Oder sollte.“ 

Der Mensch ist auch das einzige Lebewesen das lügen kann. Oder sollte. Ich mag ihn wirklich, diesen legendären Autor von Klassikern die laut ihm jeder gern gelesen haben möchte aber niemand lesen mag.

“Es gibt keinen Breitengrad, der nicht glaubt, er wäre der Äquator, wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre.”

Doch wenn ich so zurückdenke muss wohl zugeben das sowohl Huckleberry Finn als auch Tom Sawyer ziemlich Gesellschaftkritische Jungs gewesen waren, vielleicht haben sie mir ja mehr gegeben als mir bewusst war.

Und zum Schluss mein Favorit:

 

 

 

 

 

„Ich machte mir Sorgen, weil ich als einer der bedeutenden Autoren genannt wurde. Sie haben nämlich die traurige Angewohnheit auszusterben. Chaucer ist tot, Spencer ist tot, ebenso Milton, ebenso Shakespeare, und ich fühle mich auch nicht sehr wohl.“

Laut ihnen allen ist heute besser schneller, greller mitten in blendend Farbenpracht.

Laut uns ist nun den lauter, mutiger als leise in der leuchtend Sternenacht.

Laut mir ist aber Stille prächtig, Ruhe mächtig und schöner als Zeit fern im Lärm verbracht.

Doch heute, einer dieser seltsam Tage, wieder diese Frageplage als wäre ich vom Traum erwacht.

Schade um die Wunderwochen, ohne diesen Drang nach mehr, doch wieder, immer wieder und noch einmal mehr, fühle ich mich einfach auf ein neues leer.

Unzufrieden mit diesem Leben, diesem Streben, nach der Lust, nach den Gefühlen und danach geliebt zu sein, geliebt zu werden, doch einfach zu lieben scheint so schwer.

Verloren in diesem Gefühl gedrängt zu werden, zu grossen Dingen, kleinen Taten, die wie sie scheinen wollen danach verlangen dazu zu gehören zu meinem Wandeln in dieser Traumeswelt.

Doch nach dem aufwachen aus dieser Scheineszeit kommt erneut die der Wunsch, etwas zu tun, einmal zu leben, einmal zu sein noch vor dem sterben.

Ich möchte weg von all den Dingen, die mir wies scheint doch alles viel und nichts bedeuten, hinfort ins weite nichts.

Ich möchte allein am Hügel, am Ende der Welt stehen und Gott die Frage zurufen warum ich ihn all das fragen möchte.

Ich möchte nicht mehr wissen dass es weder das Ende der Welt noch diesen Gott gibt, ich möchte nicht mehr sicher sein das die Erde Rund ist, nicht mehr wissen was hinter dem nächsten Hügel auf mich wartet.

Ich möchte mit Alexander sein, das Ende suchen, mit Magellan die Welt erkunden und im Kopf nur die Frage haben was es vielleicht noch zu entdecken gibt

Irgendwann werde ich bestimmt gehen, einen riesigen Rucksack schleppend, mit all den kleinen Dingen die ich nicht zu Hause zurücklassen möchte und trotzdem unterwegs loswerden kann.

Irgendwann werde ich sie alle zurücklassen, die Fragen die Träume, die kleinen Illusionen, das Streben nach all den seltsamen Dingen.

Irgendwann, nur noch mit Leben meine Zeit verbringen und mich nicht mehr zu diesem Streben zwingen.

Irgendwann nur einfach gehen, nur um zu versuchen zu verstehen.