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Müde bin ich, stehe da

So Müde war ich nie zuvor.

Müde bin ich, hoffentlich nicht immerdar,

Hoffentlich ists nicht zu viel was ich hier verlor.

 

Hoffentlich nicht zu viel von mir,

vom guten Morgen schreien, jeden Morgen, stets im Chor.

Vom Daumen der in der Achtungsstellung Millimeter genau angelegt sein muss,

Hoffentlich bin ich danach wieder mich selbst, ohne Müdigkeit und ohne Wut.

Hoffentlich ist es danach einfach vorbei, einfach weg und einfach gut.

 

Wir sollten fliehen, über gelbe Narzissen Wiesen,

weisse Schneeglocken Auen,

wir sollten grün strahlenden Feldwegen folgen

und breite Waldranddickichte durchqueren.

 

Wir könnten in Grashalmheinen stehen,

Wörter drechseln, auf den Abend warten.

Mit dir im Stern licht, Tümpel grün strahlenden Moossteinen,

Herrn Buttermond bewundern.

 

Doch noch ist es dafür zu früh,

zum gehen, zu kalt,

zum wandeln, zu verboten,

zum sein. Noch müssen warten, auf die Narzissen die erst kommen werden.

 

Nur noch kurz, dann fliehen wir.

Nur noch kurz, dann komm ich überall hin,

nur noch kurz, dann gehe ich dort hin mit dir.

Nur noch kurz und ich glaube dann Hoffentlich wieder an alles, wie zu Beginn.

Ich schlafe nicht, ich höre, ich rieche, ich fühle nur.

Liebe Stille, Sehnsucht ich vermisse Dich. Zeit zu denken, liebte ich. Kaum zu glauben wie sie rasend hier vergeht. Wie nichts tun sie frisst, niemand versteht. Wie schnell man hier sich selbst vergisst. Veränderung, plötzlich hier, in der ich mich noch selbst verlier. Kann man nicht sagen was mit mir geschah, seit ich hier bin und du mir nicht Nah.

Man gefriert nur und weis es nicht, man sagt mehr mit weniger Inhalt wohl. Man wird was anderes als man war, ein glattes Stück, helles Eis aussen durchsichtig und doch nicht hohl. Ich warte auf den Frühling, Schneeschmelze mag kommen, mich wecken.

Ich schlafe nicht, ich höre nur den Lärm der anderen, rieche vierzehn andre neben mir, ich fühle nur das schmale Bett und das kleine Kissen. Nachtlied, wache. Ich will weg von hier und nie mehr hin.  

Hab ich zwar schon länger aber dachte grad daran, kein Wunder bei dem Wetter hier. 😉

Schneeflocke, sieh nur wie schnell dein Fall wie klein dein Glück.

Schneeflocke, welch Schicksal

und trotzdem du versinkst nicht in Trübsal.

 

Du schwebst schnell von ganz hoch,

doch bei dir sieht man dabei keine Spur von Not

fröhlich tanzt du in den Tod.

 

Bewundernswert, dein Mut

 denn auf dem Nassen Boden schmilzt du hin

und deine Brüder mit dir, wo bleibt der Sinn?

Verwunderns wert bleibt für mich dein Tun,

doch so wie du sein möcht ich nun.

Unbeschwert und fröhlich tanzend,

auf in den Tod der auf uns alle wartet.

Hier stehe ich.

Bin nur ich.

Ist nicht viel.

Wenn ich alleine durch die dunkle Nacht nach Hause gehe, wenn die Winterkälte mich frieren lässt und wenn Müde vor dem Fenster stehe, es ist immer ein Gedanke der sich durch all meine anderen Gedanken zieht. Manchmal macht er mich glücklich, manchmal nachdenklich, manchmal betrübt er mich und manchmal finde ich ihn einfach nur albern, ich wollte dir nie davon erzählen.

 

Hier stehe ich und kann nicht anders.

 

Wenn ich irgendwann vor dir stehe, irgendwann an deine Tür klopfe oder dich irgendwann sehe, könnte ich es dann? Ich hätte Angst dann kein Ton mehr sagen zu können, ich fürchte manchmal ich könnte mich dann nicht einmal bewegen und ich glaube manchmal ich würde dich nur anstarren. Doch im Moment ist alles nicht so, im Moment kann ich alles, im Moment bin ich unbesiegbar, unsterblich.

Nicht, anders. Wie den auch.

 

Hier stehe ich und kann nicht anders.

 

Nicht, wirklich. Wie anders.

Wirklich?

Ist es wirklich?

Ist es wirklich alles?

Ist es wirklich alles was ich mir davon vorstelle, war das die ganze Magie die man hierbei verspüren sollte und habe ich mir das nichts doch stets etwas anders vorgestellt.

Hier stehe ich und zweifle. Wie immer, ich bin nur ich.

Ist nicht viel.

 

Hier stehe ich und kann nicht.

 

Ich warte vor dir zitternd, bebend.

Du bist alles, ich bin nichts. Die Angst vor der Nacht ist wieder da, der Wunsch wegzulaufen vor der Kälte setzt sich tief in mir fest und die Sehnsucht beim Blick aus dem Fenster schmerzt.

Wie, anders. Wie könnte ich.

Nicht genug.

 

Hier stehe ich und kann nicht.

 

Trotzdem?

Ich müsste. Sollte.

Einmal im Leben, ein einziges Mal müsste ich doch Mut beweisen können.

Ein einziges Mal sollte ich den Sprung ins Nichts doch wagen können. Ein Mal nur nicht der kleine Junge sein dem die Welt viel zu gross erscheint und ein Mal nur über meinen ach so riesigen Schatten springen. Einmal nur Mutig sein in meiner kleinen Welt und ein einziges Mal wissen das ich es versucht habe.

Werde ich, vielleicht anders.

Hier stehe ich.

Hier stehe ich und springe.

 

Hier stehe ich und nicht anders.

Hier stehe ich und kann.

 

Ich liebe dich.

 

 

 

Danke Hendryk 😉

Laut ihnen allen ist heute besser schneller, greller mitten in blendend Farbenpracht.

Laut uns ist nun den lauter, mutiger als leise in der leuchtend Sternenacht.

Laut mir ist aber Stille prächtig, Ruhe mächtig und schöner als Zeit fern im Lärm verbracht.

Doch heute, einer dieser seltsam Tage, wieder diese Frageplage als wäre ich vom Traum erwacht.

Schade um die Wunderwochen, ohne diesen Drang nach mehr, doch wieder, immer wieder und noch einmal mehr, fühle ich mich einfach auf ein neues leer.

Unzufrieden mit diesem Leben, diesem Streben, nach der Lust, nach den Gefühlen und danach geliebt zu sein, geliebt zu werden, doch einfach zu lieben scheint so schwer.

Verloren in diesem Gefühl gedrängt zu werden, zu grossen Dingen, kleinen Taten, die wie sie scheinen wollen danach verlangen dazu zu gehören zu meinem Wandeln in dieser Traumeswelt.

Doch nach dem aufwachen aus dieser Scheineszeit kommt erneut die der Wunsch, etwas zu tun, einmal zu leben, einmal zu sein noch vor dem sterben.

Ich möchte weg von all den Dingen, die mir wies scheint doch alles viel und nichts bedeuten, hinfort ins weite nichts.

Ich möchte allein am Hügel, am Ende der Welt stehen und Gott die Frage zurufen warum ich ihn all das fragen möchte.

Ich möchte nicht mehr wissen dass es weder das Ende der Welt noch diesen Gott gibt, ich möchte nicht mehr sicher sein das die Erde Rund ist, nicht mehr wissen was hinter dem nächsten Hügel auf mich wartet.

Ich möchte mit Alexander sein, das Ende suchen, mit Magellan die Welt erkunden und im Kopf nur die Frage haben was es vielleicht noch zu entdecken gibt

Irgendwann werde ich bestimmt gehen, einen riesigen Rucksack schleppend, mit all den kleinen Dingen die ich nicht zu Hause zurücklassen möchte und trotzdem unterwegs loswerden kann.

Irgendwann werde ich sie alle zurücklassen, die Fragen die Träume, die kleinen Illusionen, das Streben nach all den seltsamen Dingen.

Irgendwann, nur noch mit Leben meine Zeit verbringen und mich nicht mehr zu diesem Streben zwingen.

Irgendwann nur einfach gehen, nur um zu versuchen zu verstehen.

Ein kleiner Tagtraum unter meinem Lieblingsbaum,

Sommernachmittage an denen mich alles kümmert kaum,

nicht zu warm und doch die Sonne im Gesicht,

lieg ich da, eigentlich am lesen schlicht,

doch einen Moment des Träumens gewähre ich mir, weshalb auch nicht.

Ich bin des Himmelgeistes Schüler, ich befreie mich von Körper und vom Menschsein,

vom Sensüchtigeneiferstreben um einmal alles anders zu erleben,

wie Herr Geist es mich gelehrt, fliege hinauf ins Wolkenmeer,

weit weg ins Blau, teile mir den Himmel nur mit Adlern und des Nebels Dunst,

erbitte mir der Himmelherrens Gunst

Ich sehe hinab auf diese Welt, die mein Zuhause scheint,

vielleicht wäre ich ab und an ganz gern davon befreit,

ab und an hat man genug von diesem Eileleben,

von diesem mächtestreben, von der Wut nach Wünsche einander kleben.

Doch an solchen Sommertagen, find ich sie recht nett,

wenn ich seh ihr grün, wenn ich sie rieche die Tannen, Buchen, Weiden,

Ich lass mich nieder im Eichenblätterdach.

Nein, an solchen Sommertagen freu ich mich zu bleiben,

bin ich froh noch eine ganze Weile nicht von ihr zu scheiden.

Doch schon offenbart sich jetzt im Norden, dunkles grau am hellen, weissen Wolkensegen,

Doch kehre noch nicht zurück und gehe Heim nicht vor dem Regen,

dieser Duft, wenn Gewitters Nass auf warmen Erdenboden trifft,

dieser Klang im Blätterdach, wenn es auf Wasser auf im prasselt.

Alles lebt, spielt, rennt und wird vom Sommeregensegen rein,

gern will ich dann draussen sein,

lieber als in Südenshitze am Meeresstrand, irgendwo im tiefen Sand,

mag ich das des Sommers Gewittergewand.

Barfuss, ganz durchnässt, doch lächelnd, fröhlich komm ich nach Haus an,

du magst mich fragen was ich damit gewann,

ich erzähle dir dann nur vom Gefühl als es begann.

Als der Druck des Wolkendaches sich löste,

sich der Regen mir entblösste,

der mir zuerst ein wenig Furcht einflösste.

Ich frage dich dann nur ob du mich begleitest beim nächsten Mal,

es ist dir wirklich nicht mehr wichtig wenn du dann Nass bist überall

Wenn du ihn siehst, hörst und riechst des Sommers Regenfall.

In der Ewigkeit des Lichts ist stets zu finden Stilles Trost,

während Lärm gelüstet nach dunklen Tagen,

schwarzen Höhlen und grauen Trauerwäldern.

Um zu rufen seine grimmen Tatenschreie,

um auszustossen seine Wut nach Glorie,

um zu erfüllen die Aufmerksamkeitsliebe,

seine Sucht zu stillen, nach dem Zeigen seiner Urgewalt.

 

Doch die Ruhe Sehnt sich nach des Tages Lichter,

will hinaus auf grüne Feenwiesen, weisse Elfenwälder sehen,

unter blauem Sommerhimmel wandeln,

ihre Sehnsucht nur um des frühen Abends Morgensterne drehen.

Lieblich ihren Seelenfrieden finden, Herzensstille kennen,

sie will aufhören gegen des Lärmes Dunkel anzurennen.

 

Doch keiner ihrer Tageträume sei ihr erfüllt,

nur eine kleine Pause, unter finsterer Liebe der Trauerweide ihr vergönnt,

wo sie schliesslich unter grossen Tränen,

bitterlich ihr Klagelied anstimmt,

Leise und so wundervoll,

faszinierend und doch trauriger als Herbstsonnens Untergang.

 

Weinend rennt, die Ruhe singt,

und damit der Unruhe ihren Todestribut erbringt.

Lärm, triumphierend tanzt er zu Stilles Trauerklang,

 doch scheinbar der Irrwitz ihn durchdrang,

gewann er doch nur die Schlacht und nicht den Krieg.

In ihrem Kampf nur ein kleiner Sieg,

den sie ausfechten in einsamer Zwistigkeit,

bis in alle Ewigkeit.

 

Unwissend und nicht selbsternannt,

einander doch sehr zugewannt,

denn sie würden sich vermissen, in Einsamkeit,

dies letzte, erste und seltsam sonderbar, ungleich gleiche Liebespaar.

Denn sag mir, Freund, was ist Lärm wenn Stille in der Ferne wandelt,

und was kann Ruhe sein wenn nicht Unruhe sie durchdringt?