Nach all den gescheiterten Versuchen mein Leben auf 20 Kilo zu reduzieren, sitze ich nun hier und habe keine Lust mehr darüber nachzudenken was alles vergessen worden sein könnte. Ich betrachte die schwarze Nacht draussen und versuche mir das blaue Nichts vorzustellen in das ich Morgen hinein fliegen werde. Der Sonne entgegen und anschliessend weg von ihr. Ich bin irgendwie müde, aufgewühlt und zappelig zugleich.

Ich gehe weg. Für eine kalkulierbare Weile, um zu sehen wie es dort so ist. Um mich zu verlieren und um Kirschblüten zu zählen. Oder so.

Jedenfalls nehme ich Abschied von allem, trinke mein letztes Glas Milch und esse das letzte Darvida. Nehme Abschied von allem was im Koffer keinen Platz mehr hatte, meinen armen Stofftieren die alle restlos zurückbleiben und hoffentlich auch bald von der SBB. Und auch von euch. Ich gehe nach Japan für eine gewisse Zeit, für sechs Monate. Ich werde euch hier schreiben, genau in diesem pseudo- depressiv, ironisch-melancholischen Stil.

Dies darf als Drohung verstanden werden.

Sayonara

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