Fortsetzung von Er stand da. Sie sagte nichts.

Der Sommerregen war für kurze Zeit zum Gewitter geworden, um kurz darauf ein Sturm zu werden. Blitze um sich schleudernd und betäubend donnernd war er danach einfach plötzlich verschwunden, wie er es so an sich hat an manchen Tagen.

So standen sie dort, in der Mitte dieser riesigen Wiese.

Sie die sich so viel und nichts zu sagen hatten.

Im Regen war hatte sie seine Hand losgelassen, war weggerannt um sich einholen zu lassen. Sich versteckt um gefunden zu werden, sich von ihm gelöst um umarmt zu werden.

Doch nun standen sie einfach da.

Die Sonne kam hinter einer dicken Regenwolke hervor, stolz war sie einmal mehr den Sieg davongetragen zu haben.

Sie war so perfekt. Er wusste das, jeder wusste es. Ein Engel, nach dem Regen mit durchnässtem Haar, das den wiedergekehrten Sonnenschein reflektierte und glänzte.

Er wusste nicht wieso er gegangen war und konnte nicht sagen warum er wiederkam.

Sie wusste das. Sie wusste so viel mehr über ihn als er je wissen würde.

Er stand nur da.

Unter dem hohen Gras der Wiese hatte sich die Erde in Lehmigen Matsch verwandelt aus der Wasser hervorquoll wann immer man darauf stand.

Plötzlich durchbrach sie die Stille und meinte dass sie nach Hause gehen sollten.

Er nickte.

Nach Hause? Ihr zu Hause? Seins? Zusammen oder allein?

Er ging nur neben ihr. Redete über das Wetter und die Vögel. Er erzählte ihr inhaltslose Dinge und sie lächelte darüber ohne glücklich zu sein.

Er fragte ob er kochen soll. Sie sagte ja.

Sie wusste dass sie ohne ihn nicht mehr Leben konnte und er wusste gar nichts.

Er wusste nur dass er wiedergekommen war und er wusste dass dies etwas zu bedeuten hatte.

Sie hoffte zu wissen was.

Fortgesetzt in Alles wegen ein bisschen Sommerregen.
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