Müde bin ich, stehe da

So Müde war ich nie zuvor.

Müde bin ich, hoffentlich nicht immerdar,

Hoffentlich ists nicht zu viel was ich hier verlor.

 

Hoffentlich nicht zu viel von mir,

vom guten Morgen schreien, jeden Morgen, stets im Chor.

Vom Daumen der in der Achtungsstellung Millimeter genau angelegt sein muss,

Hoffentlich bin ich danach wieder mich selbst, ohne Müdigkeit und ohne Wut.

Hoffentlich ist es danach einfach vorbei, einfach weg und einfach gut.

 

Wir sollten fliehen, über gelbe Narzissen Wiesen,

weisse Schneeglocken Auen,

wir sollten grün strahlenden Feldwegen folgen

und breite Waldranddickichte durchqueren.

 

Wir könnten in Grashalmheinen stehen,

Wörter drechseln, auf den Abend warten.

Mit dir im Stern licht, Tümpel grün strahlenden Moossteinen,

Herrn Buttermond bewundern.

 

Doch noch ist es dafür zu früh,

zum gehen, zu kalt,

zum wandeln, zu verboten,

zum sein. Noch müssen warten, auf die Narzissen die erst kommen werden.

 

Nur noch kurz, dann fliehen wir.

Nur noch kurz, dann komm ich überall hin,

nur noch kurz, dann gehe ich dort hin mit dir.

Nur noch kurz und ich glaube dann Hoffentlich wieder an alles, wie zu Beginn.

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