Am Sonntagabend im Zug achtete ich mich noch auf die Kleinigkeiten des Lebens, mich hat noch interessiert welchen Fruchtsaft ich trinke, welche Jacke ich anziehe und ich las die ganze Zeitung, so wie ich es schon vor der ganzen Sache getan hatte. Nun jedoch ist dieses Interesse wieder totaler umfänglicher Gleichgültigkeit gewichen, ich trinke den Fruchtsaft der da ist, ziehe alle Jacken an die mit erlaubt sind und lese in der Zeitung nicht mehr als den Wetterbericht, nur um zu erfahren ob die Kälte grösser oder kleiner werden wird.

Ich habe Angst wieder total abzudriften, mich wieder wie vor den viel zu kurzen Ferien für nichts anderes zu interessieren als das Aufstehen am nächsten Morgen und die Gruppeneinteilung auf sinnlosen, nutzlosen Übungen. Ich möchte mich selber bleiben, eigentlich aber ich denke ich friere wieder ein, werde wieder eine leere Hülle. Ein vakuumiertes gefrorenes Lebensmittel, von dem man einfach hofft dass es noch genauso geniessbar ist wenn man es wieder auftaut, wie zuvor.

Selber hoffe ich einfach nur, das ich danach wieder richtig gut über andere Dinge als das schreiben kann hier, doch im Moment, wüsste ich nicht was. Ich denke nur Sehnsüchtig zurück an die Kleinigkeiten die ich einmal geniessen konnte, an sie und die Menschen die ich liebte, alles ist hat dieser Winter in mir gefroren.

Doch die verbleibende Zeit hier wird kürzer, nicht erträglicher aber kürzer.

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