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Ich schlafe nicht, ich höre, ich rieche, ich fühle nur.

Liebe Stille, Sehnsucht ich vermisse Dich. Zeit zu denken, liebte ich. Kaum zu glauben wie sie rasend hier vergeht. Wie nichts tun sie frisst, niemand versteht. Wie schnell man hier sich selbst vergisst. Veränderung, plötzlich hier, in der ich mich noch selbst verlier. Kann man nicht sagen was mit mir geschah, seit ich hier bin und du mir nicht Nah.

Man gefriert nur und weis es nicht, man sagt mehr mit weniger Inhalt wohl. Man wird was anderes als man war, ein glattes Stück, helles Eis aussen durchsichtig und doch nicht hohl. Ich warte auf den Frühling, Schneeschmelze mag kommen, mich wecken.

Ich schlafe nicht, ich höre nur den Lärm der anderen, rieche vierzehn andre neben mir, ich fühle nur das schmale Bett und das kleine Kissen. Nachtlied, wache. Ich will weg von hier und nie mehr hin.  

Die Zeit verging zu schnell um hier etwas zu schreiben, euch zu hinterlassen, es tut mir leid. 40 Stunden sind zu wenig. Wird irgendwie immer kürzer. 

Am Sonntagabend im Zug achtete ich mich noch auf die Kleinigkeiten des Lebens, mich hat noch interessiert welchen Fruchtsaft ich trinke, welche Jacke ich anziehe und ich las die ganze Zeitung, so wie ich es schon vor der ganzen Sache getan hatte. Nun jedoch ist dieses Interesse wieder totaler umfänglicher Gleichgültigkeit gewichen, ich trinke den Fruchtsaft der da ist, ziehe alle Jacken an die mit erlaubt sind und lese in der Zeitung nicht mehr als den Wetterbericht, nur um zu erfahren ob die Kälte grösser oder kleiner werden wird.

Ich habe Angst wieder total abzudriften, mich wieder wie vor den viel zu kurzen Ferien für nichts anderes zu interessieren als das Aufstehen am nächsten Morgen und die Gruppeneinteilung auf sinnlosen, nutzlosen Übungen. Ich möchte mich selber bleiben, eigentlich aber ich denke ich friere wieder ein, werde wieder eine leere Hülle. Ein vakuumiertes gefrorenes Lebensmittel, von dem man einfach hofft dass es noch genauso geniessbar ist wenn man es wieder auftaut, wie zuvor.

Selber hoffe ich einfach nur, das ich danach wieder richtig gut über andere Dinge als das schreiben kann hier, doch im Moment, wüsste ich nicht was. Ich denke nur Sehnsüchtig zurück an die Kleinigkeiten die ich einmal geniessen konnte, an sie und die Menschen die ich liebte, alles ist hat dieser Winter in mir gefroren.

Doch die verbleibende Zeit hier wird kürzer, nicht erträglicher aber kürzer.

Machs gut Welt, ich verschwinde wieder für eine Weile in den Dreck irgendwo fern und weitab von dir. Wird wohl ne von eisiger Kälte geprägte Woche werden da draussen. Wenn ich könnte würd ich nicht, doch wenn ich muss hoffe ich irgendwie zu können.

Machs gut bis Samstag. Bis Samstag werde ich mich wiedermal verschliessen, meine Gefühle trocknen und einfrieren, kalt genug ist es ja. Bis Samstag mach ich alles aus, wird schon werden, hoffe ich.

Machs gut und auf wiedersehen.

„Januar. Einer der besonders gefährlichen Monate für Börsenspekulationen. Die anderen sind Juli, Februar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.“, Mark Twain.

Und ich selbst werde im Januar immer krank, aber es ist ansonsten ein schöner, kalter Monat. (;