Wenn eine Nacht traurig sein kann, dann war es jene. Die Dunkelheit weinte laut prasselnd um den Verlust des Lichts, Herr Mond war mit all seiner butterweichen mehlteigfarbigen Helligkeit hinter dicken Gewitterwolken verschwunden und nur ab und zu regte sich in den Emotionen jener Nacht eine kleine Spur von Wut, hell aufblitzend und mit einem dumpfen lauten abklingend.

Gott ist ihm Regen.

Wenn es den auf dieser Welt, die sich stets immer aufs Neue selbst mit Chaos überschüttet überhaupt einen Gott gibt. Ihr wundert euch warum die Nächte weinen? Wer kann es ihnen verübeln, man kann sich bloss fragen wer es ihr beigebracht hat. Wir kennen keine Sorge, wir kennen nur unsere unerfüllten Wünsche, wir definieren uns nach dem was wir gerne mehr hätten, nach dem was wir nie sein werden. Wir glauben das wir unsere Träume leben sollten, statt anderen das träumen selbst möglich zu machen. Der singende tanzende Abschaum der Welt, wir verbrennen uns, wir betrügen den Abschaum und mit der Beute zerstören wir die Welt selbst. Die Nacht weint? Was hat sie den auch anderes von uns gelernt.

Es ist die Kälte die uns Angst macht, das frieren das dir Schmerz bereitet und unser grösster Alptraum ist die Einsamkeit des eisigen Windes. Hunger? Wir? Unser einziger Hunger ist jener nach mehr von allem. Wir sind alle schizophrene, kleine Hundewelpen die sich vor nichts mehr fürchten als einmal im Leben jemandem jene Wahrheit zu sagen die er gar nicht hören will.

Wenn die Nacht denn weint, dann tut sie es für uns, weil viel zu viele von uns schon damit aufgehört haben, ab unserem verächtlichen Zustand eine Träne oder auch nur einen Gedanken zu verschwenden.

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