Hier stehe ich.

Bin nur ich.

Ist nicht viel.

Wenn ich alleine durch die dunkle Nacht nach Hause gehe, wenn die Winterkälte mich frieren lässt und wenn Müde vor dem Fenster stehe, es ist immer ein Gedanke der sich durch all meine anderen Gedanken zieht. Manchmal macht er mich glücklich, manchmal nachdenklich, manchmal betrübt er mich und manchmal finde ich ihn einfach nur albern, ich wollte dir nie davon erzählen.

 

Hier stehe ich und kann nicht anders.

 

Wenn ich irgendwann vor dir stehe, irgendwann an deine Tür klopfe oder dich irgendwann sehe, könnte ich es dann? Ich hätte Angst dann kein Ton mehr sagen zu können, ich fürchte manchmal ich könnte mich dann nicht einmal bewegen und ich glaube manchmal ich würde dich nur anstarren. Doch im Moment ist alles nicht so, im Moment kann ich alles, im Moment bin ich unbesiegbar, unsterblich.

Nicht, anders. Wie den auch.

 

Hier stehe ich und kann nicht anders.

 

Nicht, wirklich. Wie anders.

Wirklich?

Ist es wirklich?

Ist es wirklich alles?

Ist es wirklich alles was ich mir davon vorstelle, war das die ganze Magie die man hierbei verspüren sollte und habe ich mir das nichts doch stets etwas anders vorgestellt.

Hier stehe ich und zweifle. Wie immer, ich bin nur ich.

Ist nicht viel.

 

Hier stehe ich und kann nicht.

 

Ich warte vor dir zitternd, bebend.

Du bist alles, ich bin nichts. Die Angst vor der Nacht ist wieder da, der Wunsch wegzulaufen vor der Kälte setzt sich tief in mir fest und die Sehnsucht beim Blick aus dem Fenster schmerzt.

Wie, anders. Wie könnte ich.

Nicht genug.

 

Hier stehe ich und kann nicht.

 

Trotzdem?

Ich müsste. Sollte.

Einmal im Leben, ein einziges Mal müsste ich doch Mut beweisen können.

Ein einziges Mal sollte ich den Sprung ins Nichts doch wagen können. Ein Mal nur nicht der kleine Junge sein dem die Welt viel zu gross erscheint und ein Mal nur über meinen ach so riesigen Schatten springen. Einmal nur Mutig sein in meiner kleinen Welt und ein einziges Mal wissen das ich es versucht habe.

Werde ich, vielleicht anders.

Hier stehe ich.

Hier stehe ich und springe.

 

Hier stehe ich und nicht anders.

Hier stehe ich und kann.

 

Ich liebe dich.

 

 

 

Danke Hendryk 😉

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