Es ist wie die Rückkehr aus dem Nichts, man steht am Bahnhof mitten in den vielen Leuten, die sogar unterschiedlich gekleidet sind und atmet das erste Mal seit einer ganzen Woche einen Happen Realität, ein kleines Stücklein des Gefühls tatsächlich noch in derselben Welt zu leben wie am Anfang. Ein Fragment minimalster Grösse der Hoffnung, irgendwann tatsächlich in diese Welt zurückkehren zu können.

Dreissig Zelte, eine relativ kalte Nacht ohne Regen, ein Holz Wall mit zwei Eingängen drum herum, die Illusion der Sicherheit und annähernd sechzig Junge Leute, die Krieg spielen wie es viele von ihnen als kleine Kinder auch getan hatten. Eine dunkle Nacht, zwei Rauchgranaten und ein verbrannter Schlafsack später geht die Sonne erneut auf, als wäre nichts gewesen. Doch als sie das tat, war das Lager schon wieder abgeräumt und die jungen Leute sassen schonwieder frierend in irgendeinem Lastwagen.

Es sind diese vierzig Stunden, Samstagmorgen bis Sonntagabend die dich am Leben erhalten, diese vierzig Stunden in denen du dich selbst sein darfst. Vierzig Stunden ohne Sturmgewehr, Rangabzeichen und ohne Viererkolonnen oder schnurgerade in Glieder ausgerichteten Soldaten, Weltraumaffen bereit ins All geschossen zu werden.

Vierzig Stunden in denen man sich über den Schnee freuen kann, bevor man auf ein Neues fünf Tage lang über in fluchen wird.

Vierzig Stunden einatmen, bevor sie erneut vorbei sind.

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