Unsterblichkeit ist eine ziemlich üble Sache, dies habe ich einem früheren Eintrag bereits herausgefunden. Wenn es kein Ende geben würde, wäre nichts an unserem Leben einzigartig, nichts würde nur einmal passieren. Kein Moment hätte den Reiz nie wiederkehren zu dürfen und es gäbe keine Vergänglichkeit, nur Ewigkeit. Millionen von Menschen wünschen sich die Unsterblichkeit, wissen jedoch nicht was sie mit einem verregneten Sonntagnachmittag anfangen sollen.

Ich würde alles was ich in meinem Leben getan habe anders machen, wenn ich von vorne beginnen könnte.

Er ist vierzig, lustiger Kerl, ich mag ihn. Zweimal geschieden, aber meistens gut gelaunt. Er verbreitet diese gute Laune auch weiter, jeder mag ihn und die meisten halten ihn für verrückt, ich bewundere ihn irgendwie.

Besser? Eigentlich glaube ich, egal wie viele Chancen man uns geben würde, wir würden immer recht Ähnlich handeln oder? Ausgenommen natürlich du würdest in der Zeit zurückreisen und dein Gedächtnis mitnehmen.

Ich bin jünger, ich habe keine wirkliche Ahnung von allem und frage trotzdem nach Allem, wieso auch immer.

Er lacht und stimmt mir zu das er vermutlich alles wieder genau gleich machen würde, egal wie oft er Leben würde.

Ich lache auch und stimme stumm zu.

Doch wenn wir ewig leben würden, wären wir dann Weise? Ich glaube kaum, vielleicht wären wir depressiver und vorsichtiger, vielleicht weniger sehnsüchtig und frei von Hoffnung. Vielleicht wären wir ja wirklich klüger, aber wäre das denn gut?

Wenn das ewige Leben schlecht ist, was ist dann eigentlich so gut an unserem Wunsch wenigstens so lange wie möglich zu leben. Wieso haben wir Angst vor dem Tod, wenn er doch laut mir auch viele gute Seiten hat?

Wenn man die Unsterblichkeit auf einem Zeitstrahl einordnen würde, wäre ihre Länge ja unendlich. Nun ist die Unsterblichkeit ja eigentlich nicht besonders attraktiv, wie ich finde, weil sie halt ewig ist.

Was wäre also wenn man die Zeit die man hat halbiert, viertelt oder achtelt. Wird das Leben attraktiver, umso weiter es von ewig entfernt ist? Könnte sein.

Angenommen ich hätte nur noch ein halbes Jahr, ein halbes Jahr bei relativ guter Gesundheit natürlich. Würde ich dann nicht alles tun was ich immer tun wollte, wäre ich plötzlich nicht frei von all den Sorgen über Zukunft und Sehnsucht, könnte ich dann nicht einfach einmal richtig leben, frei von Zweifeln? Vielleicht, nicht wahr?

Weis du Jan, [füge irgendein Satz ein den man auf jeder beliebigen Karte am Bahnhofkiosk finden kann.]

Ich strebe still nach Erkenntnis, meiner eigenen, nicht jenem den die Gesellschaft längst angenommen hat.

Lebe deinen Traum

Träum dir dein Leben, wie es hätte sein könnten

Ich mag ihn trotzdem, vielleicht bin ein Kind geblieben und brauche viel länger um das alles zu verstehen.

Wie lange möchte ich denn leben?

Keine Ahnung

Irgendwas zwischen ewig und fünf Minuten…mehr als 7 Tage. Natürlich tausende Jahre, die Zeiten überdauern und alle Weisheiten dieser Welt und der darauffolgenden  sammeln, ich frage mich nur warum eigentlich.

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