Ein kleiner Tagtraum unter meinem Lieblingsbaum,

Sommernachmittage an denen mich alles kümmert kaum,

nicht zu warm und doch die Sonne im Gesicht,

lieg ich da, eigentlich am lesen schlicht,

doch einen Moment des Träumens gewähre ich mir, weshalb auch nicht.

Ich bin des Himmelgeistes Schüler, ich befreie mich von Körper und vom Menschsein,

vom Sensüchtigeneiferstreben um einmal alles anders zu erleben,

wie Herr Geist es mich gelehrt, fliege hinauf ins Wolkenmeer,

weit weg ins Blau, teile mir den Himmel nur mit Adlern und des Nebels Dunst,

erbitte mir der Himmelherrens Gunst

Ich sehe hinab auf diese Welt, die mein Zuhause scheint,

vielleicht wäre ich ab und an ganz gern davon befreit,

ab und an hat man genug von diesem Eileleben,

von diesem mächtestreben, von der Wut nach Wünsche einander kleben.

Doch an solchen Sommertagen, find ich sie recht nett,

wenn ich seh ihr grün, wenn ich sie rieche die Tannen, Buchen, Weiden,

Ich lass mich nieder im Eichenblätterdach.

Nein, an solchen Sommertagen freu ich mich zu bleiben,

bin ich froh noch eine ganze Weile nicht von ihr zu scheiden.

Doch schon offenbart sich jetzt im Norden, dunkles grau am hellen, weissen Wolkensegen,

Doch kehre noch nicht zurück und gehe Heim nicht vor dem Regen,

dieser Duft, wenn Gewitters Nass auf warmen Erdenboden trifft,

dieser Klang im Blätterdach, wenn es auf Wasser auf im prasselt.

Alles lebt, spielt, rennt und wird vom Sommeregensegen rein,

gern will ich dann draussen sein,

lieber als in Südenshitze am Meeresstrand, irgendwo im tiefen Sand,

mag ich das des Sommers Gewittergewand.

Barfuss, ganz durchnässt, doch lächelnd, fröhlich komm ich nach Haus an,

du magst mich fragen was ich damit gewann,

ich erzähle dir dann nur vom Gefühl als es begann.

Als der Druck des Wolkendaches sich löste,

sich der Regen mir entblösste,

der mir zuerst ein wenig Furcht einflösste.

Ich frage dich dann nur ob du mich begleitest beim nächsten Mal,

es ist dir wirklich nicht mehr wichtig wenn du dann Nass bist überall

Wenn du ihn siehst, hörst und riechst des Sommers Regenfall.

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