In der Ewigkeit des Lichts ist stets zu finden Stilles Trost,

während Lärm gelüstet nach dunklen Tagen,

schwarzen Höhlen und grauen Trauerwäldern.

Um zu rufen seine grimmen Tatenschreie,

um auszustossen seine Wut nach Glorie,

um zu erfüllen die Aufmerksamkeitsliebe,

seine Sucht zu stillen, nach dem Zeigen seiner Urgewalt.

 

Doch die Ruhe Sehnt sich nach des Tages Lichter,

will hinaus auf grüne Feenwiesen, weisse Elfenwälder sehen,

unter blauem Sommerhimmel wandeln,

ihre Sehnsucht nur um des frühen Abends Morgensterne drehen.

Lieblich ihren Seelenfrieden finden, Herzensstille kennen,

sie will aufhören gegen des Lärmes Dunkel anzurennen.

 

Doch keiner ihrer Tageträume sei ihr erfüllt,

nur eine kleine Pause, unter finsterer Liebe der Trauerweide ihr vergönnt,

wo sie schliesslich unter grossen Tränen,

bitterlich ihr Klagelied anstimmt,

Leise und so wundervoll,

faszinierend und doch trauriger als Herbstsonnens Untergang.

 

Weinend rennt, die Ruhe singt,

und damit der Unruhe ihren Todestribut erbringt.

Lärm, triumphierend tanzt er zu Stilles Trauerklang,

 doch scheinbar der Irrwitz ihn durchdrang,

gewann er doch nur die Schlacht und nicht den Krieg.

In ihrem Kampf nur ein kleiner Sieg,

den sie ausfechten in einsamer Zwistigkeit,

bis in alle Ewigkeit.

 

Unwissend und nicht selbsternannt,

einander doch sehr zugewannt,

denn sie würden sich vermissen, in Einsamkeit,

dies letzte, erste und seltsam sonderbar, ungleich gleiche Liebespaar.

Denn sag mir, Freund, was ist Lärm wenn Stille in der Ferne wandelt,

und was kann Ruhe sein wenn nicht Unruhe sie durchdringt?

Advertisements