Gestern habe ich ein Person getroffen, mit der ich schon seit einer Weile über einige Dinge hatte reden wollen. Ich hätte ihr gerne gedankt und ich hätte ihr gerne gesagt wie sehr sie mir manchmal geholfen hat, ich hätte gewollt das sie weis wie ich über sie denke. Aber es ging nicht. Es ging nicht ich stand vor ihr und hatte tausend Gedanken und Ideen auf einmal im Kopf, die alle gleichzeitig zu Sätzen hätten geformt werden wollen. Doch bevor ich überhaupt über irgend etwas genauer nachdenken konnte, hörte ich mich schon über irgendwelche Belanglosigkeiten mit der Person reden. Und dies ist immer so, immer das gleiche wenn ich ein Gespräch auf persönlicher ebene führen möchte, außer bei Leuten die mich gut kennen. Bei meiner Arbeit habe ich dies natürlich nicht, auch wenn ich mich mit jemandem über irgendwelche Sachthemen unterhalte ist es anders, es ist nur da wenn es um mich geht, oder meine Beziehung zu jemand anderem.

Ich glaube es ist nicht einmal nur Nervosität, ich möchte einfach zu viel, ich habe in solchen Momenten zu viele Gedanken auf einmal und am Ende kommt keine einzige zum Zug. Ich denke deshalb könnte ich auch nie irgendwo, irgendwann ein Mädchen ansprechen das ich nicht kenne, ich würde da stehen und wüsste nicht was sagen, bis sich die Magensäure in meinem Mund verteilen würde.. aber das hatten wir ja schon einmal. Wer das liest mag mich natürlich für einen Feigling oder für ängstlich halten, dies bin ich wohl auch, aber ich denke vielleicht steckt noch mehr dahinter, denn ich dies alles führt dazu das ich meist einfach oberflächlich bleibe. Es ist nicht so das mich die Leute nicht mögen würden, aber die meisten nehmen mich als oberflächlich wahr, eine Person die selten etwas von sich preisgibt und sich über viele Dinge bedeckt hält. Vielleicht bleiben die meisten Leute einfach oberflächlich und haben deshalb meine Probleme nicht, aber gerade weil ich eigentlich nicht als oberflächlich wahrgenommen werden möchte habe ich wohl diese Schwierigkeiten, kann es jedoch auf seltsame Art nicht beeinflussen. Also verzweifle ich oft daran die richtigen Worte zu finden und habe nach Gesprächen das Gefühl alles falsch gemacht zu haben.

Genau aus diesen Gründen liebe ich das schreiben, ich liebe es Zeit dafür zu haben meine Gedanken und Ideen ausdrücken zu können, ich liebe es das man es dann versteht und ich liebe es dass auf diese Weise jeder weis was ich denke. Ich bin froh darüber zu schreiben, bin froh wenn es jemand liest und ich bin froh das mich wegen dem schreiben einige Leute vielleicht ein bisschen besser verstehen, das diese Leute mir Zeit lassen kurz nachzudenken und das richtige zu sagen. Ich bin glücklich und dankbar schreiben zu dürfen.

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