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Man steht da und hat Angst, man weis eigentlich gibt es nichts wovor es sich zu fürchten lohnen würde und trotzdem, wenn ich im Dunkeln nach Hause gehe habe ich so meine Vorstellungen. Nicht wirklich Angst, ein kalter Schauer in der absolut schwarzen Nacht einfach. Als man noch ein Kind war, ist man nach Hause gerannt und hat die Haustür hinter sich zugeknallt bevor man zu Mami gerannt ist. Manchmal würde ich das heute immer noch gerne tun, einfach die Dunkelheit hinter mir lassen und rennen. Doch es würde nichts bringen, es gibt kein Mami mehr das wartet und es gibt kein Entkommen mehr aus der Dunkelheit des Lebens an sich. Also muss ich entweder anfangen in die Kirche zu gehen und mir damit in Gott ein grösseres Mami suchen, oder ich kann versuchen der Dunkelheit etwas Gutes abzugewinnen.

Ich sass da in der Aula des Schulhauses in irgendeinem Dorf, an irgendeinem Konzert meiner kleinen Schwester. Natürlich gehe ich immer gerne zuhören wenn sie singt, obwohl ich weder Ahnung von Musik habe, noch weil es mich wirklich fasziniert. Ich versuche nicht einzuschlafen und auch nicht andauernd zu gähnen, der Sauerstoff in einem Raum wird auf Dauer knapp wenn so viele Leute da drin sind. Nicht einschlafen, allein meine Anwesenheit zählt, deine Schwester freut sich bestimmt wenn sie dich unten sitzen sieht, aber nicht wenn du schläfst. Ich gehe hin weil es sie freut und weil man das so macht als grosser Bruder, oder so.

Früher hatte ich oft Angst irgendwann nackt in einem Raum aufzuwachen, einst träumte ich vom Aufwachen in der Schulstunde, ich war nur in Boxer-Shorts da und jeder hat mich im Traum gefragt ob ich nicht friere und wieso ich nicht mehr angezogen hätte. Ich hatte keine Ahnung. Manchmal hat man Angst vor kleinen Dingen, besonders wenn man sie nicht erwartet, ist erschrecken überhaupt auch Angst? Kommt wohl darauf an vor was man erschreckt, ich weis es nicht.

Ein kleines Kind das Laufen lernt, weint nicht erst wenn es hingefallen ist, nein es fängt oft schon an zu weinen wenn es das Gleichgewicht verloren hat und weis dass es fällt. Selbstaufgabe, es versucht sich nicht mehr zu retten weil es Angst vor dem schmerzvollen Sturz hat. Angst ist lähmend, vielleicht geben wir alle manchmal zu früh auf, aus der lähmenden Angst des Schmerzes nach dem Sturz.

Wache…! , ich stelle mir irgendetwas vor, ich stelle mir vor wie die Kerze vorne auf der Bühne den Vorhang mit Feuer ansteckt, vom Vorhang geht das Feuer, trotz des Sauerstoffmangels, weiter an die hölzerne Holztäferdecke. Ich frage mich ob das Leder des Metallstuhls auf dem ich sitze auch brennt, wenn die Temperatur stimmt, wahrscheinlich schon, auch das World Trade Center brannte. Der Gedanke hält mich anwesend, ich kann der Musik nicht folgen.

Vielleicht kann Dunkelheit wundervoll sein. Ich meine würde ich weiterlaufen wenn ich das Ziel der Reise kennen würde? Würde ich meinen Weg auch gehen wenn die Sonne scheinen würde? Würde ich finden das Leben lohnt sich, wenn ich nicht durch Dunkel schreiten müsste? Ich weis es natürlich nicht genau, genau so wenig wie ich weis was am Ende kommt. Es ist schliesslich Dunkel und es macht mir Angst, so wundervoll es auch sein mag. Vielleicht brauche ich diese Angst jedoch ein wenig.

Ich gähne schonwieder, es muss am Sauerstoff liegen, ich kann nichts dafür, aber ich denke nicht dass sie es gesehen hat. Ich hoffe sie hat es nicht gesehen, irgendwie habe ich Angst einzuschlafen, nicht wegen den Leuten rund um mich herum, nicht weil es peinlich wäre. Nein, ich habe Angst vor dem enttäuschten Blick in den Augen meiner kleinen Schwester. Seltsam, oder? Sie wäre nicht einmal böse, geschweige den wütend, sie würde nichts böses sagen und vielleicht sogar so tun als hätte sie es nicht gesehen. Vor dieser kleinen Sache, vor diesen enttäuschten Augen, fürchte ich mich ein wenig. Doch ich war bisher immer da, bin nie eingeschlafen und trotzdem macht es mir jedesmal ein wenig Angst.

Ich bin eigentlich recht gross, also wirklich gross, eigentlich. Eigentlich sogar für einen Mann relativ gross. Früher, als ich noch kleiner war, dachte ich immer wenn man gross ist fühlt man sich nicht mehr klein, wenn man Angst hat. Aber ich denke, wenn man gross ist, kommt man sich wenn man Angst hat noch viel kleiner vor. Erstens weil man sich ja sonst viel grösser gefühlt hat, als wenn man sowieso schon klein war und zweitens weil man nicht mehr zugibt Angst zu haben.

Doch ich bleibe wach, ich habe mir noch einige weitere Katastrophen Szenarien für diesen Raum voller Leute vorgestellt, ein guter Trick um wach zu bleiben und ich überlege mir all diese komischen interpretations Arten von Angst, ebenfalls eine Möglichkeit nicht einzuschlafen, wie Schafe zählen, nur andersrum. Doch vielleicht war es ja auch die Angst die mich wachhielt, ich habe keine Ahnung.

 

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Hallo Jan.

Ich denke dies ist ein Moment den jeder kennt. Der Augenblick in dem der Orkan deines Seins rund um dich herum aufhört zu wüten und du dich nur noch auf eine kleine Sache konzentrierst:

Dein eigenes Gedächtnis, denn du willst herausfinden, wer das sein könnte, der vor dir steht. Wie die Pausenfunktion in einem Videospiel, dreht sich die Windhose des Lebens für einen kurzen Moment nicht, du kannst kurz nachdenken aber die Zeit ist knapp.

Failed, Your Death oder einfach Game Over. Du schaffst es nicht, hier gibt es jedoch kein Try Again, kein Exit Game, nur Continue.

Es tut mir echt leid aber wie war den Name nochmal? Wäre das Beispiel einer guten Antwort gewesen oder auch nicht, aber zumindest ehrlicher als das was ich gesagt habe.

Hey, hallo wie geht es dir?

Erinnerungen sind etwas ganz spezielles, man hat einige Dinge die man sich gerne merken möchte, es gibt Momente die möchte man sich in den Geist Mahlen, um sie immer wieder anschauen zu können und es gibt Emotionen die man sich ins Herz brennen möchte, man möchte sie immer wieder hervor nehmen und fühlen können. Doch es gelingt selten. Es gibt Dinge die wir uns merken müssen, für mich das schwierigste, weshalb ich wohl auch nie ein guter Schüler war oder bin. Natürlich gibt auch Dinge die möchten wir vergessen und schaffen es nicht, Augenblicke die einem einfach beschäftigen, ohne das man es möchte. Vielleicht wusste ich deshalb nicht mehr, wer diese schwarzhaarige Person war, die dort im Bücherladen vor mir stand. Zweifellos, sie kam mir bekannt vor, normalerweise weis ich auch was ich mit einer Person erlebt haben könnte, aber bei dieser Frau oder diesem Mädchen, hatte ich zuerst wirklich keine Vermutung.

Voll lustig dich wiedermal zu sehen, ist sehr lange her nicht?

In ihren Augen sehe leuchtend die Sehnsucht nach einem Lächeln, das ihr signalisiert dass ich genauso empfinde. Ich gebe es ihr dies natürlich, ich meine was soll ich sonst schon tun, ich Nicke sogar, man kann sich gegen ein solches Lächeln wirklich nur schwer erwehren. Aber wer zum Teufel ist sie? Ich erstelle in meinem Kopf eine Liste mit allen mittelgrossen, schwarzgekleideten und schwarzhaarigen Frauen, die ich je kannte, als mir einfällt das sie was anderes anhaben könnte und ach ja Haare kann man färben.

Ich bin meine eigene Unwissenheit und Lächle zurück. In diesen Momenten fühle ich mich immer nackt und fröstle, weis aber nicht wieso. Ich hätte sagen sollen dass es mir leid tut, dass ich ihren Namen vergessen habe, dass ich nicht mehr genau weis wer sie ist. Doch es gelingt mir nicht, ich lächle, es muss amüsant sein jemanden so lange lächeln zu sehen, mir fällt ein dass sie mich etwas gefragt hatte.

Ja, ist lange her.

Dies war einer der Momente die ich lieber vergessen hätte als sie mir für immer einzubrennen, ich bin nie ein überzeugender Schauspieler gewesen. Aber wenn man so vergesslich ist wie ich, hat man diese „guten Tag schön dich wiedermal zu sehen, obwohl ich keine Ahnung habe wer du bist“, Nummer irgendwann ganz gut drauf. Ich meine man muss, falls man überleben will. Ich habe es trotzdem immer gehasst, ich meine sowas kann ganz schön schief gehen. Wenn sie rausfinden dass du lügst, musst du ein Loch graben, wenn jemand vorbei kommt noch zwei oder drei und ehe man sich versieht…

Du ich muss los, mein Bruder wartet, wir gehen ins Kino. War echt schön dich wieder einmal zu sehen.

Weg war sie, ein Geist oder ein Engel? Keine Ahnung.

Tschüss.

Ich bin meine eigene Amüsiertheit über die Vergesslichkeit meiner selbst, welch wundervolle Komik doch in dieser Szene steckte. Jetzt muss ich nur noch herausfinden wer diese Person gewesen sein könnte. Etwas später frage ich jemanden der auch in meine alte Klasse ging, eine Vermutung hat man ja meistens, wer von den Mädchen alles schwarze Haare hatte und wer auch noch einen Bruder. Er gab mir drei Namen, ich kramte ein Klassenfoto von früher nach vorne und tatsächlich, sie muss es sein. Dabei bin ich doch erst sechs Jahre aus dieser Klasse raus, von denen ich drei noch auf der gleichen Schule war und ich kannte sie einfach nicht mehr. Tut mir echt leid und eigentlich schade.

Wir machen im Urlaub Fotos statt uns die Dinge richtig anzusehen und wir verschicken Postkarten, statt unseren Freunden zu erzählen was wir erlebt haben. Ich kann keine Sonnenuntergänge zeichnen und man kann Regenfall nicht mir Worten umschreiben. Deshalb versuche ich sie aufzusaugen, ich will keine Ferienfotos die ich nie wieder anschaue, ich will die Erinnerung des Moments, behalten. Ich will die die Wärme speichern wenn mich die Sonne das letzte mal anstrahlt bevor sie sich in ihr eigenes Farbenmeer herabsenkt und ich will keinen Film des Regens sehen, sondern das Gefühl behalten das ich habe wenn ich gegen ihn anrenne, ich will den Wind behalten der mir ins Gesicht bläst. Doch es gelingt nicht, ich kann mir nicht einmal die Namen der Leute merken mit denen ich mein Leben verbringe. Ich kann mir problemlos meinen Arbeitsplan für die nächsten drei Wochen merken, ich vergesse eigentlich nie Termine und mit meist pünktlich. Diese anderen Dinge jedoch, die mir wichtiger erscheinen würden, bei denen schaff ich das nicht.

Ich bin mein Gedächtnis, die Kopie des Traumes der Erinnerung an die Vermutung in einem Moment gelebt zu haben, alles verwaschen und zuvor nie gesehen. Eigentlich ein genauso wundervolles wie nutzloses Kunstwerk, ich bin die Vermutung, Sehnsucht zu haben nach dem Augenblick, den ich bereits erlebt haben könnte und vergessen habe. Ich schlafe, renne, stehe, trinke, esse, verdränge und vergesse. Vergessen ist wohl einfach Teil des Lebens, zumindest für mich.

 

Meine Katze ist lustig, egal was sie macht irgendwie tut sie es immer mit dieser Eleganz und mit einem Anmut der mich, würde ich es nicht besser wissen, vermuten lasst sie sei wahrscheinlich ein edler Tiger, Königin des Urwalds oder ein mächtiger Löwe, der durch die Steppe streift. Sie putzt sich auf dem Sofa genüsslich und säuberlich ihr Fell, nur um sogleich mit der Eleganz einer Antilope von ihm herunter zu hüpfen und sich anderen Aufgaben zuzuwenden, von denen ich keine Ahnung habe worin sie eigentlich liegen könnten.

Sie scheint auf jeden Fall ihre eigenen Pläne zu haben und ihren eigenen Geschäften nachzugehen, ich frage mich manchmal ob sie irgendwas im Schilde führt und ob sie irgendwann mit den anderen Katzen im Quartier für eine Vendetta an uns allen sorgt. Man kann dies natürlich nicht genau sagen, ich habe jedoch nicht das Gefühl das dem so ist, viel mehr wirkt sie auf mich wie ein alter Mafia Boss, der sich nach den guten alten Zeiten sehnt. Kein Ire und kein Russe, auch kein asiatisches Mitglied des organisierten Verbrechens, nein, der gute alte Italiener. Ja, eher ein Italienischer Mafia Boss, als ein Revolutionär, eher ein Soprano als ein V.

Ich glaube es ist wirklich so, Hunde sind in einem Haushalt eher Angestellte, während Katzen irgendwie freie Mitarbeiter sind, die immer tun was sie wollen. Irgendwann wirst du vielleicht ein Freund deiner Katze sein aber man sollte ihnen nicht vertrauen. SIe gewährt dir vielleicht ihre Liebe, noch lange kein Grund das sie dir auch ihre Treue geschenkt haben könnte.

So stiess ich also auf die Frage welcher klassische Mafiafilmschauspieler wohl meiner Katze am ähnlichsten wäre, so ganz sicher bin ich mir jedoch natürlich nicht. Auf jeden Fall einer der Klassiker, ein männlicher, obwohl es eigentlich ein Katze ist…egal, alter Italienischer Mafia Boss. Al Pacino denke ich nicht, er ist etwas zu nachdenklich, manchmal wirkt er fast schon unentschlossen. Robert de Niro trifft es vielleicht ganz gut, er hat zwar auch dieses Nachdenkliche aber auf eine andere Art, eine Art die ich persönlich jeweils mehr mochte als bei Al Pacino. Da wäre natürlich noch Joe Pesci, die kleine Bulldoge, da fällt mir ein Filmzitat ein:

„Man muss das gut organisieren mit den Löchern in der Wüste, ich meine wenn man mit dem Packet ankommt muss das Loch schon gegraben sein, sonst legt man fürs Graben noch ein zwei Stunden drauf, wer weis schon was alles passieren kann? Wenn dann jemand vorbeikommt, ist es gut möglich dass man noch zwei oder drei Löcher mehr Graben muss, das kann die ganze Nacht dauern und ehe man sich versieht…“, frei nach Nicky (Joe Pesci), in Martin Scorseses Casino.

Aber Joe Pesci halte ich für ein wenig übertrieben, ich meine wenn der in einem Mafia mitspielt weist du quasi schon im Vorauss das er irgendwann durchdreht und jemand ziemlich sinnlos umbringt oder foltert. „Wenn jemand härter Schlägt als er kommt er mit einem Knüppel wieder, wenn du auch einen Knüppel hast kommt er mit einer Kanone…“, diesmal De Niro, ebenfalls aus Casino oder in GoodFellas, bin nicht sicher. Nein, Joe Pesci halte ich für übertrieben, ich meine sowas macht keinen Spass, jetzt muss man sich vorstellen das ich das Gesicht so verziehe wie es De Niro am besten kann.

Meine Katze hat mir schliesslich noch nie etwas zuleide getan, im Gegenteil sie ist eigentlich immer freundlich, ein guter Mitbewohner und ich würde auch nicht vermuten das sie noch anderen Geschäften nachginge, wenn ich sie nicht schon des Öfteren gesehen hätte wie sie sich in der Abenddämmerung mit andere Katzen trifft. Nein, die hat einige schiefe Dinger am Laufen, da bin ich mir sicher, trotz allem jedoch ist sie ein guter Mitmensch oder halt Mitkatze, auf jeden Fall gut.

habe eine andere Idee wie heisst der Typ noch einmal der Don Corleone im ersten Film von der Pate spielt? Der auf dem Bild oben. Ach ja Marlon Brando, hiess er, den will ich für die Verfilmung des Lebens meiner Katze, er ist genau der richtige, ein fairer, klassisch italienischer Mafia Boss, zu allem entschlossen und doch ein guter Familien Vater. Er passt, ich weis nur nicht ob er noch Mafia Filme macht, ich glaube ich weis nicht ein mal ob der noch lebt, wäre eine Schande wem den nicht so wäre. Ich denke nicht dass ihn jemand als schlechten Mitmenschen bezeichnen würde, er hat nur immer so seine seltsamen Geschäfte am Laufen, genau wie meine Katze. Ja, Marlon Brando ist gut. So gut das ich heute auch gleich mit ihm abschliesse:

„Das ist eine sizilianische Botschaft. Sie bedeutet Luca Brasi schläft jetzt bei den Fischen.“, überaus dumpf und doch genial. So genial das es von meiner Katze selbst kommen könnte.

Ich wurde Gestern Abend auf die Website eines Projekts hingewiesen, dass ich ziemlich interessant fand, ich weis zwar nicht ob es in Deutschland etwas bekannter ist als hier, aber in den Schweizer Medien habe ich bisher nie etwas davon gehört. Es geht dabei um die Gewinnung von Solarstrom in der Wüste Nordafrikas, für ganz Europa. Hört sich ziemlich doof an oder? Dann geben wir, als energiesüchtige Gesellschaft, den Grundsatz unserer Kommunikationskultur, quasi in die fremde Hände. Ausserdem gibt es da Anschläge und es ist sowieso alles was ausserhalb der westlichen Welt liegt unzivilisiertes Terrain. Wir sind Römer, sie Barbaren, so einfach ist das.

Möbel sind irgendwie eklig, die sind teuer, schwer und ich weis nie, welches Stück Holz wohl nun am besten meine Persönlichkeit und Interessen erkennbar macht. Noch schlimmer als Möbel ist Möbel einkaufen. Man hat ja immer so seine Vorstellungen, wie bei fast allem was man gerne kaufen möchte und meistens gibt es genau das was man im Kopf hat natürlich nicht. Ich habe das Recht oft, aber am meisten bei Möbeln und so kommt es, dass ich schliesslich nie genau das finde was ich haben wollte, da ich jedoch keine Lust habe in jedes andere Geschäft der Umgebung zu fahren, nächste Woche wiederzukommen und am Ende gar nichts zu haben, kauf ich halt was dem was ich wollte am nächsten kommt.

Irgendjemand den ich kenne hat im MSN folgendes Zitat hinter dem Namen gepinselt. „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.“ – Ludwig v. Beethoven. Irgendwie gibt mir das jedesmal wenn ich es sehe zu denken. War Beethoven Weise, Philosoph und ein genialer Komponist zugleich, um das beurteilen zu können? Ausserdem könnte er, selbst wenn er alle drei Dinge war, seine Erkenntnis noch lange nicht auf die ganze Menschheit übertragen, oder? Komisches Zitat und seltsam das man sowas an seinen Namen klebt.

Aber vielleicht dürfen wir uns, mangels Alternativen, die Frage mit dem Solarstrom aus der Wüste nicht ganz so leicht machen. Zuerst fand ich ja auch das hört sehr weit hergeholt an, weil man immer wieder hört wie viel Energie beim Transport von Strom verloren gehen soll, auch wegen den eben genannten, Politischen und Sicherheitstechnischen Gründen und auch als ökonomischer Sicht, wie leistungsfähig bleibt unser Volkswirtschaft mit teurem Ökostrom. Ausserdem kann man ja auch nicht einfach die ganze Wüste mit Solarkollektoren füllen, oder?

Bitte, nur ein Bücherregal, das weder gelb noch grün ist und bei dem man weder, ein Bett noch eine ganze Wohn Wand dazukaufen muss. Bitte.

„Wenn du die Augen ganz fest schliesst und dir etwas wünscht, dann ist Gott der Kerl der dich ignoriert.“, zitiert irgendeinem Film.

Dies ist jetzt zwar auch ein ziemlich dreist in den Raum gestelltes Zitat, das nicht nach den Gefühlen von irgendjemandem fragt aber es ist kein verzweifelter Versuch intellektuell zu wirken, weshalb ich es Bedeutend mehr mag. Vielleicht sind deshalb ja Zitate von Albert Einstein und Abraham Lincoln, bekannter als jene von Beethoven, immer schön selbstironisch die beiden. Das einzige Zitat das ich vor dieser Person im MSN im Zusammenhang mit Beethoven kannte war nämlich:

„Früher rasierte man sich, wenn man Beethoven hören wollte, jetzt hört man Beethoven, wenn man sich rasieren will.“, von Peter Bamm.

Nein, ich muss sagen ich finde Solarstrom aus der Wüste, wirklich eine ziemlich gute Sache. Denn man kann den Strom von da, mit neuen Letungs Technologien, deren Bau laut ABB und Siemens kein Problem darstellen würde, mit nur 10-15% Energieverlust nach Europa transportieren. Wenn man bedenkt das laut einer Studie vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), in Nordarfrika doppelt so viel Strom durch Solarenergie gewonnen werden kann, als im Süden Europas, ist dies nicht mehr wirklich viel. Durch die wirtschaftliche Abhängigkeit würde die Konfliktgefahr mit den jeweiligen Ländern sehr verkleinert, denn diese können die Solarzellen gleichzeitig für die Entsalzung des Meerwassers benutzen und mit ihnen Kälte gewinnen, man würde sie also nicht einmal ausnutzen, etwas ganz neues. Abgesehen davon könnten auch sie vom ergiebigen und vor allem unerschöpflichen Solarstrom profitieren. Bleibt nur noch die Frage der Wirtschaftlichkeit dieses Projekts, natürlich sind Solarkollektoren heute noch sehr teuer, aber da sie in immer grösseren Mengen produziert werden, ist es gut möglich das ihr Preis trotz der grossen Nachfrage sinken wird. Was ja fossile Energien, wahrscheinlich nie wieder tun werden. Deshalb wäre ein solches Projekt, auch wenn es natürlich sehr viel kostet, wohl auch für die Wirtschaft nachhaltig. Auch das Platz Problem ist nicht vorhanden, wie diese Grafik zeigt:

Von link nach rechts der Platz für Solarkraftwerke der nötig wäre um den Strombedarf der Welt, EU und von Deutschland zu decken. Das sieht jetzt sehr unprofessionell aus wegen der Verkleinerung aber es stammt ebenfalls aus der Studie des DRL.

Falls sich jemand schlaulesen möchte hier noch der Link zu diesem Projekt, hier ist alles noch erheblich genauer beschrieben als ich es getan habe und auch die einzelnen Studien sind aufgeführt:

http://www.desertec.org/de/concept.html

Es mag ja zynisch klingen, aber so recht daran glauben, das dieses Projekt zustande kommt, mag ich irgendwie auch nicht, ich werde das Gefühl nicht los das wir am Ende doch einfach wieder einige Atomkraftwerke bauen und dies auf sich beruhen lassen. Sie stellen zwar auch eine Gefahr dar und ein Anschlag dort wäre viel verheerender als auf ein Solarkraftwerk aber sie würden im eigenen Land stehen, man wäre unabhängig, super oder?

Es ist die einfachste Lösung und man muss sie nicht lange suchen gehen, genau wie das Bücherregal mit seinen Schubladen, die ich gar nicht wollte, es ist nicht wirklich das was ich mir vorgestellt habe aber es erfüllt seinen Zweck, für die Schubladen finde ich schon irgend auch eine Verwendung. Ich hab mich mit der einfachsten Lösung zufrieden gegeben, wie wir es halt meistens tun.

Die Energie ist unsere Droge, wo sie herkommt ist nicht so wichtig, wir wollen sie ja nur benutzen. Ich kann mir gut vorstellen dass dieses Projekt an uns vorbeigeht, wie viele andere Möglichkeiten zuvor, besonders an der Schweiz, wo wir halt immer noch ein bisschen mehr als alle anderen versuchen uns abzuschotten und dafür auch gern mal die Augen vor Lösungen von Problemen verschliessen. Mit dem Versuch intellektuell zu wirken, schliesse ich also, in dem ich Winston Churchill zitiere:

„Ein leidenschaftlicher Raucher, der immer von der Gefahr des Rauchens für die Gesundheit liest, hört in den meisten Fällen auf – zu lesen.“

Ein kleiner Tagtraum unter meinem Lieblingsbaum,

Sommernachmittage an denen mich alles kümmert kaum,

nicht zu warm und doch die Sonne im Gesicht,

lieg ich da, eigentlich am lesen schlicht,

doch einen Moment des Träumens gewähre ich mir, weshalb auch nicht.

Ich bin des Himmelgeistes Schüler, ich befreie mich von Körper und vom Menschsein,

vom Sensüchtigeneiferstreben um einmal alles anders zu erleben,

wie Herr Geist es mich gelehrt, fliege hinauf ins Wolkenmeer,

weit weg ins Blau, teile mir den Himmel nur mit Adlern und des Nebels Dunst,

erbitte mir der Himmelherrens Gunst

Ich sehe hinab auf diese Welt, die mein Zuhause scheint,

vielleicht wäre ich ab und an ganz gern davon befreit,

ab und an hat man genug von diesem Eileleben,

von diesem mächtestreben, von der Wut nach Wünsche einander kleben.

Doch an solchen Sommertagen, find ich sie recht nett,

wenn ich seh ihr grün, wenn ich sie rieche die Tannen, Buchen, Weiden,

Ich lass mich nieder im Eichenblätterdach.

Nein, an solchen Sommertagen freu ich mich zu bleiben,

bin ich froh noch eine ganze Weile nicht von ihr zu scheiden.

Doch schon offenbart sich jetzt im Norden, dunkles grau am hellen, weissen Wolkensegen,

Doch kehre noch nicht zurück und gehe Heim nicht vor dem Regen,

dieser Duft, wenn Gewitters Nass auf warmen Erdenboden trifft,

dieser Klang im Blätterdach, wenn es auf Wasser auf im prasselt.

Alles lebt, spielt, rennt und wird vom Sommeregensegen rein,

gern will ich dann draussen sein,

lieber als in Südenshitze am Meeresstrand, irgendwo im tiefen Sand,

mag ich das des Sommers Gewittergewand.

Barfuss, ganz durchnässt, doch lächelnd, fröhlich komm ich nach Haus an,

du magst mich fragen was ich damit gewann,

ich erzähle dir dann nur vom Gefühl als es begann.

Als der Druck des Wolkendaches sich löste,

sich der Regen mir entblösste,

der mir zuerst ein wenig Furcht einflösste.

Ich frage dich dann nur ob du mich begleitest beim nächsten Mal,

es ist dir wirklich nicht mehr wichtig wenn du dann Nass bist überall

Wenn du ihn siehst, hörst und riechst des Sommers Regenfall.

Irgendwie habe ich gerade Lust wiedermal einen Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen zu werfen. Wieso kennt mein Word die Namen Hillary Clinton und John Mccain, schlägt mir jedoch bei Obama, Osama vor? Vielleicht ist Microsoft gegen schwarze? Und vielleicht haben ja deshalb, und natürlich allein deshalb, so viele Amerikaner das Gefühl Barack Obama habe etwas mit dem Islam am Hut hat. Vielleicht sollte er deshalb Arnold Schwarzeneggers Angebot, den Posten des Energie und Umweltministers unter zu Obama übernehmen, annehmen. Wäre vielleicht nicht schlecht, denn der Terminator bekämpft das Böse in der Welt und würde sicher nichts mit einem von Grund auf Bösen, und das sind sie alle, Islamisten anfangen. Dass wäre etwas woran sich die US-Bürger festhalten könnten und das sie kennen, am besten noch Brad Pitt und George Clooney mit rein ins Kabinett für die unentschlossenen Frauen und als Aussenminister entweder Kiefer Sutherland, aka Jack Bauer oder Chuck Norris, er spielt nicht Gott denn Spielen ist für Kinder, einfach jemand der mit härteren Bandagen Kämpft als dieser verweichlicht scheinende, schwarze Rhetoriker. Wie reif ist Amerika dafür, eine richtig durchschlagskräftige Regierung zu bekommen? Ich weis es, einmal mehr, nicht.

 

Wundervoller Tag nicht war? Mal nachgucken.

Sonne Scheint [x]

Es ist nicht zu heiss [x]

Ich habe, immer noch, Urlaub [x] Oh habe ich wirklich noch? Ah, doch, puh…

Kein Hund, Katze, Kanarienvogel, Hase, Tiger, Leopard, Krokodil oder Meerschweinchen hat mich Heute Morgen geweckt [x]

Auch keine Geschwister, Mücken und andere Insekten [x]

Nicht ein Anruf [x]

Ich bin einfach so um 6 aufgewacht und konnte nicht mehr richtig schlafen [  ]

Mist… na ja nichts ist perfekt. Aber 14.2857% ist ok, es gab schon schlechtere Tage.

Aber achja etwas gibt es von heute morgen dennoch zu berichten:

 

Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterlannd.

 

Joa genau so, heute kam ein Brief für das Nationalfeiertagsfest hier im Dorf, in der Schweiz ist das am ersten August und eigentlich war das nie eine grosse Sache, weshalb ich recht erstaunt war als da etwas von Bürgerehrungen, Musikgesellschaft, Festwirtschaft und Umzug stand. Als das Blatt, weil ich weder vorhabe mir das Trompeten Gedudel anzutun, geschweige den die Rede des Bürgermeisters, gerade in den Mülleimer wandern sollte, habe ich mit Erstaunen festgestellt, das die sogar die Nationalhymne hinten drauf gepackt haben. Eigentlich sollte ich jetzt fast schon hingehen nur um zu sehen wie viele, unserer frommen Schweizer Eidgenossen die Nationalhymne wirklich können, denke über ein Drittel wird es nicht kommen, die Gott im hehren Vaterland preisen, ohne mehr als einmal im Jahr in der Kirche zu sein. Viele werden natürlich sagen Nationalstolz sei etwas sehr gutes und wie schade es ist das es das in Deutschland sowas nicht gibt, aber glaubt mir ich kann mir gut vorstellen das es auch ohne geht, ich schließe, ß um zu verhindern das jemand herausfindet das ich Schweizer bin, also mit:

 

Ziehst im Nebelflor daher,
Such’ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland.

Und so weiter.

 

Zurück aus der Dorfpolitik wieder in die Vereinigten Staaten. Hillary Clinton hat 25.2 Millionen Dollar Schulden das ist natürlich hart, aber wenn man es aus der anderen Perspektive betrachtet auch wiederum gar nicht so schlimm für sie, denn dank dem sinkenden Dollar Kurs schwinden die Schulden irgendwie von selbst dahin. Barack Obama hat versprochen ihr zu helfen ihre Schulden abzubauen, er ist lustig, hat er ihr doch einfach einen Scheck für 4600 Dollar, der Höchstspende Betrag im US-amerikanischen Wahlkampf, unterzeichnet und seiner Parteikollegin gegeben.  Ich werde das Gefühl nicht los das die sich das anders vorgestellt hat. Was macht eigentlich Obama? Er ist gerade im Irak, dort gibt’s zwar weder Wählerstimmen zu gewinnen, ein guter US Soldat wählt McCain, noch Leute die gut genug Englisch können um seine rhetorischen Reden zu verstehen, auch dafür sind wohl weder die Irakis und noch viel weniger die Marines geeignet, aber dafür halt Pressepräsenz im Sommerloch, deren Wert nicht zu unterschätzen ist!

 

Da ich mich ja wiedermal dazu durchringen konnte einen Beitrag in der Kategorie Politik zu schreiben, hätte ich vielleicht auch ganz gerne etwas über Deutschland, die EU, allgemein Europa oder auch Afrika geschrieben, aber das ist echt immer so ein durcheinander auf der ganzen Welt, davon kriegt man Kopfschmerzen. Ausser bei mir im Dorf und in Amerika, da muss man einfach einen wählen der sich darum kümmert was man auf den Zettel des Nationalfeiertags schreiben will beziehungsweise entscheidet welches Land als nächstes, weil es Mitglied der Achse des Bösen ist, gebombt wird. So einfach könnte Politik sein, warum eigentlich nicht?

In der Ewigkeit des Lichts ist stets zu finden Stilles Trost,

während Lärm gelüstet nach dunklen Tagen,

schwarzen Höhlen und grauen Trauerwäldern.

Um zu rufen seine grimmen Tatenschreie,

um auszustossen seine Wut nach Glorie,

um zu erfüllen die Aufmerksamkeitsliebe,

seine Sucht zu stillen, nach dem Zeigen seiner Urgewalt.

 

Doch die Ruhe Sehnt sich nach des Tages Lichter,

will hinaus auf grüne Feenwiesen, weisse Elfenwälder sehen,

unter blauem Sommerhimmel wandeln,

ihre Sehnsucht nur um des frühen Abends Morgensterne drehen.

Lieblich ihren Seelenfrieden finden, Herzensstille kennen,

sie will aufhören gegen des Lärmes Dunkel anzurennen.

 

Doch keiner ihrer Tageträume sei ihr erfüllt,

nur eine kleine Pause, unter finsterer Liebe der Trauerweide ihr vergönnt,

wo sie schliesslich unter grossen Tränen,

bitterlich ihr Klagelied anstimmt,

Leise und so wundervoll,

faszinierend und doch trauriger als Herbstsonnens Untergang.

 

Weinend rennt, die Ruhe singt,

und damit der Unruhe ihren Todestribut erbringt.

Lärm, triumphierend tanzt er zu Stilles Trauerklang,

 doch scheinbar der Irrwitz ihn durchdrang,

gewann er doch nur die Schlacht und nicht den Krieg.

In ihrem Kampf nur ein kleiner Sieg,

den sie ausfechten in einsamer Zwistigkeit,

bis in alle Ewigkeit.

 

Unwissend und nicht selbsternannt,

einander doch sehr zugewannt,

denn sie würden sich vermissen, in Einsamkeit,

dies letzte, erste und seltsam sonderbar, ungleich gleiche Liebespaar.

Denn sag mir, Freund, was ist Lärm wenn Stille in der Ferne wandelt,

und was kann Ruhe sein wenn nicht Unruhe sie durchdringt?

Kennst du dieses Gefühl wenn du das erste mal von etwas gehört, gelesen oder etwas erzählt bekommen hast und danach, vorher hast den Begriff oder den Zusammenhang wirklich noch nie gehört, stolpert man andauernd nur noch über dieses eine Thema.

Ich stehe auf und mein Kopf fühlt sich an, als wäre jemand aus Versehen auf ihn draufgetreten oder gar mit Absicht.  Wo ich geschlafen hab, ist nun ein durcheinander aus meinem farbigen Bettzeug, dieser Ente mit den lustigen Haaren, die das Bett seit Jahren an Stelle einer Freundinn mit mir teilt, nein unsere Beziehung ist nicht so wie man jetzt denken mag, und Schweiss. Dabei ist es nicht mal warm, das Fenster ist auf, normale Temperatur, perfekt um gut zu Schlafen, eigentlich, seltsam.

Ich hatte das vor langer Zeit mit last.fm, gefunden, total begeistert und von da sagte jeder „hey guck mal da kannst voll krass Musik hören“, aber zuvor nie jemand, meine Zeitung schrieb einen Artikel über last.fm und auf vielen Newsseiten gab es plötzlich Infos wie die Lizenzen erworben haben, ich fand es voll, verwirrend.

Mein Morgenritual, einen Schluck Wasser, danach Fisherman rein, ich glaub ich werde wach sobald es mein Mund ist. In die Küche, wo meine Mutter mit einer Tasse Kaffe sitzt, jeden Morgen, sie schaut mich lieb an, obwohl ich dort stehe in Boxershorts und zerzaustem Haare und ohne in den Spiegel zu schauen weis dass ich scheisse aussehe.

Morgen Jan

Hallo Ma, na gut geschlafen?

Morgen… sage ich stattdessen total verschlafen, ich hatte mich gerne hingesetzt, mit ihr Kaffe getrunken, ihr von meinem Traum erzähl aber ich kann das nicht, nicht frühmorgens.

Ja du auch?

Es geht, hab geträumt.

Sie fragt ob ich ein Kaffe will, sie ist echt zu lieb, sie würde mir morgens sogar noch ein Brot schmieren oder mir die Milch in die Cornflakes giessen, nur damit ich mich in setze. Doch ich kann das nicht, besonders nicht morgens, ich nehme mir die Zeitung und mein Glas Fruchtsaft mit ins Zimmer, mit dem Fruchtsaft muss ich warten bis das Fisherman fertig ist, sonst hat der diesen seltsamen Geschmack wie nach dem Zähneputzen.

 

Blonde Diebin meiner Illusion,

sag mir warum ist es plötzlich so,

sag mir wo ist mein Glaube hin.

Sterbe, falle, knie, liege doch bleib fern aus meiner Welt,

lass sie mir so wie sie mir gefällt.

Doch vielleicht kannst du nichts dafür,

vielleicht habe ich, sie selber ausgewählt die Tür,

die zu dir führt.

Manchmal vermischt sich bei mir dieses Phänomen, mit Déjà-vus, ich sehe also etwas zum ersten mal und finde anschliessend wieder etwas über dieses Thema, da ich jedoch zuvor noch nie etwas davon gehört hatte, kommt es mir zuerst so vor als würd ich den ersten Moment noch einmal erleben, vielleicht auch nur weil ich nicht glauben kann gleich über zwei Dinge zu diesem Thema, am gleichen Tag zu stolpern und zuvor nie etwas davon gehört haben. Einen Moment lang überkommt mich dann dieses seltsame, etwas magische Gefühl, als ob jemand möchte das ich mehr über diese Themen lese und erfahre, diese Fehler in Matrix, sie können kein Zufall sein.

Ich sitze da und mache mal meinen Laptop an, die Morgensonne strahlt in mein Zimmer hinein, ich stelle den Rollladen etwas schräger, um noch etwas mehr von ihrem Licht abzukriegen. Wundervoll, sie ist das Beste was es gibt und rettet mir den Morgen, Sonne ich liebe dich. Ich beginne über meinen Traum nachzudenken, wieder einmal diese Hexe aus Schneewittchen von der ich Träume seit ich den Film mit sechs das erste mal sah, doch inzwischen frisst sie mich nicht mehr und ich renne nicht mehr weg, nein wir beide sind gute Freunde geworden. Ihr Name ist Gertrut, eine gestörte Beziehung ist es schon aber besser ich akzeptiere die Tatsache das sie Schneewittchen töten wollte und muss dafür selber nicht daran glauben. Ich kriege Kopfschmerzen wenn ich über Träume nachdenke, ist immer seltsam, denn es gibt immer Stellen an die man sich nicht mehr erinnern kann und umso länger das Aufwachen her ist umso weniger weis man.  Mein Windwos Vista Updatet seit 5 Minuten und man kann nichts dagegen tun, ich bin ihm ausgeliefert. Ich schaue zum Fenster hinaus und beschliesse dass es doch noch ein guter Tag werden wird, vielleicht Regen am Abend, aber Regen am Sonntag ist wundervoll.

Doch eigentlich ist es wahrscheinlich so das wenn man das erste mal etwas über ein Thema liest das einem interessiert, man alles was danach damit nur irgendwie entfernt im Zusammenhang steht, sofort liest und anklickt. Das man es selber magisch anzieht, durch Magie über die wir gar nicht verfügen, womit dies irgendwie alles übernatürliche, verliert, schade eigentlich. Aber vielleicht steckt ja doch mehr dahinter

Mein Computer ist endlich fertig und ich drehe meine erste Runde im Internet, bisschen News lesen, Blogs angucken, Ideen sammeln. Das erste was ich sehe ist eine weitere Blondine die aus ihrer vergänglichen Berühmtheit  noch ganz schnell Kapital schlagen will und sich deshalb von ihrem, überaus dicken Freund, beim Sex filmen lässt. Ich denke toll, auf das haben wir natürlich alle gewartet und klicke weiter, neue Website neues Glück, wieder diese nackte Frau die sich beim Sex selber fotografiert, vorher habe ich nie etwas von ihr gehört doch Heute verfolgt sie mich, habe ich das Gefühl. Das Gefilde der Newswebsiten verlasse ich also und will mir meine morgendliche Blog Ration durchlesen, doch auch hier stosse ich immer wieder auf SIE, Hilfe, hallo ich hatte heute noch anderes vor, hört mich jemand? Als mich später auch noch ein Bekannter darauf anspricht, weis ich mit Sicherheit das dieses Phänomen, welches ich beschrieben hab, von keiner höheren Macht gesteuert wird und es nichts magisches mit sich bringt, es bin wohl mehr ich selbst, der sich im Unterbewusstsein doch für nackte, dumme Models interessiert. Doofes blonde s„Super“model, hat nun auch diese Illusion, das es vielleicht etwas grösseres gibt, was mein tun steuert, zerstört, ich werde es dir verzeihen, denn Morgen dich vergessen haben, so hoffe ich.

Ich finde es grässlich, diese Bürokratie, dieses ewige Formulare ausfüllen und sinnlose Anrufe tätigen, Gesuche stellen und Anträge schreiben, Rechnungen zahlen und Steuererklärung eintippen, immer und immer wieder. Und es wird nie ein Ende nehmen, ich denk mir manchmal das es mir eigentlich egal wäre wenn die mir einfach alles ein bisschen teurer gebe würden und ich müsste mich dafür um den ganzen Abfall der Behördenarbeit nicht mehr kümmern. Jemand der das für mich erledigt wäre zwar die Alternative dazu, aber irgendwie ist das nicht die Lösung des Problems, denn eigentlich sollte das gar niemand tun müssen.

Letzten Mittwoch, frühmorgens, wurde ich plötzlich vom Geräusch das mein Handy macht wenn es auf meinem Nachtisch rumvibriert, geweckt. Es sieht lustig aus wenn es sich dort bewegt, wie ein Käfer auf dem Rücken der sich nicht umdrehen kann. Ich trinke einen Schluck Wasser und Greife zu den Fishermans bevor ich den Anruf annehme, erst als ich abgenommen habe ich mir überlegt das dieses Fisherman eigentlich verschwendet war, denn die Person am anderen Ende riecht meinen Atem gar nicht. Egal sie sind immer gut.

Ich komme mir manchmal vor wie Leonidas, der spartanische König der wegen den Ephoren, die anders als im Film 300 nicht irgendwelche Priester waren, sondern eine Behörde des Antiken Spartas, die in einigen Fragen über dem König standen. Ihre Bürokratie hat verhindert das Leonidas sein Land vor der Persern verteidigen konnte und unsere Bürokratie verhindert das ich mich auf etwas anderes als eben sie, konzentrieren kann.

Ja?

Guten Morgen. Sie sind Herr blalba?

Sonst hätt ich um diese Zeit wohl nicht sein Handy in der Hand oder? Es gab einmal einen anderen spartanischem Feldherrn der ebenfalls Probleme mit den Ephoren hatte, sein Name war Lysander.

Richtig.

Könnte ich sie vielleicht einen Moment sprechen?

Nein, ich war doch am schlafen bis eben und würde das gerne fortsetzen. Doch anders als Leonidas wollte er nicht einfach bloss sein Land verteidigen sondern nach Attika Marschieren, ein Angriffsfeldzug also.

Natürlich gerne, wie kann ich ihnen helfen?

Wir haben ein Problem mit ihrem E-Banking Konto festgestellt, es besteht Gefahr dass es missbraucht werden könnte.

Ja dann löst doch euer Problem und gebt acht das ich mein Geld wieder bekomme. Aber ruft mich nicht an. Lysander ging das ganze jedoch anders an als Leonidas, statt sich mit den Ephoren zu streiten, überredete er sie einfach durch geschickte Argumentation.

Ach so und wie kann man das herausfinden?

Na ja ich muss ihnen einige Fragen stellen um ihre Identität zu prüfen.

Hää? Du willst mir also sagen ich abuse mein eigenes Konto unrechtmässig oder wie? Das E-Banking Konto das ich seit ungefähr dem Anbeginn der Zeit täglich nutze und schon merken würde wenn was nicht stimmt? Ich bin weder Rhetoriker noch verfüge ich frühmorgens über irgendwelche Geschicke der Argumentation. Deshalb werde ich wohl nie ein Lysander sein.

Natürlich gerne.

Nennen sie mir bitte ihre Adresse und einige Regelmässige Buchungen sowie den Stand ihres Kontos bei uns.

Adresse geht ja aber wozu brauchst du bitte Regelmässige Buchungen und den Kontostand. Lysander gelang es also drei der fünf, vom Volk gewählten Ephoren zu überreden und zog nach Attika.

Ich labbere alles runter, was ich weis, beim Kontostand bin ich jedoch unsicher.

Es tut mir leid aber ich darf ihnen ihren neuen PIN nicht geben, weil ich sie nicht identifizieren konnte, ihr E-Banking ist gesperrt bis sie uns unter der Nummer 08982blablabla angerufen haben, wo sie einen neuen PIN erhalten.

Endlich weiterschlafen. Lysander gewann den damaligen Krieg und da dKönig Pausanias gegen Lysanders Feldzug gewesen war, wurde er später zum Tode verurteilt, weil er seinen Feldherren nicht unterstützt habe.

Danke sehr, schönen Tag noch.

Ich bin nun mal eher ein Leonidas als ein Lysander, ich versuche weniger mit ihnen zu verhandeln sondern füge mich scheinbar, jedoch nicht wirklich. Doch während Leonidas mit seinen 300 einen imposanten Heldentot sterben durfte, starb Lysander irgendwo bei einem kleinen Gefecht, soviel ich in Erinnerung habe zur See. Trotzdem war er einer der grössten Feldherren Spartas, doch während Leonidas durch seinen Heldentot den meisten ein Begriff sein dürfte, ist Lysander uns nicht mehr besonders wichtig. Wer hat es jetzt besser? Vermutlich Lysander, er hat länger gelebt.

Ich bin mir natürlich bewusst das der Vergleich von mir zu Leonidas sehr stark hinkt, denn der wäre zu diesem Kundeberater hingegangen und..

Neuer PIN? Das ist MEIN KONTO!  Und runter in den Abgrund mit dem Kerl, möge er ewig leben. Sollte ich vielleicht auch mal machen.

Ich lege mich hin und schlafe weiter, später rufe ich dort an, neuer Kundeberater, neues Glück, voila schon hab ich n neuen PIN.  Das Leben kann so grausam sein.

Ich liege draussen im Schatten meiner lieblings Tanne, die Augen geschlossen, die Wärme der Sonne in meinem Gesicht und ich fühle mich vollkommen. Ich fühle mich plötzlich zufrieden und gebe das Denken für einmal auf und schweife ab, in der leuchtenden Dunkelheit meiner geschlossenen Augen. Ich sehe nichts und schweife ab in die vergängliche Unendlichkeit.

Wir alle warten, auf eine Antwort, ein Gefühl, wir warten auf die Ewigkeit. Ich warte auf dich und auf sie, auf den Tag der Tage und auf nichts. Vielleicht warte ich auf das Leben, doch vielleicht auch mein Leben lang auf den Tod.

Ich warte auf einen Freund, eine Nachricht, auf einen Film und auf den Tag an dem sich George Bush auf seiner Farm in Texas an seinem Steak verschluckt und daran erstickt. Ich warte auf den Untergang der Welt durch einen Super Gau oder einen Meteoriten. Wusstet ihr das die Nasa Meteore tatsächlich mit Atombomben zerstören will, so wie in Armageddon, ich warte darauf das die Nasa einen Hagel aus Hunderten kleinen atomverseuchten Sternschnuppen an den Himmel dieser Welt zaubert, ich warte auf dich damit wir es zusammen ansehen können.

Ich warte auf einen Packt mit dem Teufel, auf Mephistopheles, ich warte auf einen V, am besten weiblich, der mich entführt und mich in seinen geheimen Plan die Welt ins Chaos zu stürzen einweiht, ich warte und warte und weis nicht worauf. Ich warte auf Tyler Durden, auf Gandalf den Grauen der an meiner Tür klopft damit ich mich mit ihm in ein Abenteuer stürze und auf die Boondock Saints, die mich auf ihre Reise durch die Welt als Rächer der Gerechtigkeit mitnehmen. Ich warte darauf etwas zu erleben ohne es wirklich zu wollen. Ich warte auf Abenteuer über die ich wohl lieber lese als sie zu erleben, ich warte und warte vergesse ich zu leben? Ich warte umsonst, denn Johann scheint es schon gegeben zu haben, V müsste ein Atomkrieg zwischen den Nationen vorausgehen, nicht unrealistisch, aber ob die Welt das überlebt? Ich denke nicht. Ich warte umsonst, denn ich habe schon genug andere Persönlichkeiten, für Tyler ist kein Platz mehr und für einen Hobbit bin ich zu gross. Und mal ehrlich, ist es wirklich fair mit McManus Brüdern jedem scheinbaren Verbrecher das Hirn aus dem Kopf zu pusten? Aber die Idee ist fesselnd.

Ich bin ein Geist der wartet, gefangen im Körper meiner selbst und doch lebendig, ich habe Angst. Angst davor zu erfahren was wirklich ist, doch stets im Bewusstsein das dies nie der Fall sein wird, ich warte darauf alles zu wissen. Zu erfahren warum ich gelebt habe und wofür ich gestorben bin, ich warte auf das Ende in der Ewigkeit.

Ich öffne die Augen, sehe über mir meine Lieblings Tanne bläulich schimmernd, vom hellen Dunkel auf der Innenseite meiner Augenlieder und denke wieder, ich sehe meinen Laptop vor mir und das der Akku leer ist, ich frage mich wer auf die Idee kam die Akkulaufzeit von Laptops zu beschränken.

Ich esse, ich rede, lerne, falle, atme, ich lebe und tue so als würd ich nicht tun, warten. Es ist mein Geheimnis, warten ist wundervoll. Ich warte, vielleicht umsonst, vielleicht auch nicht.