Jemanden ein scheinbar letztes mal zu sehen ist eine komische Angelegenheit, man weis nie ob es wirklich das letzte mal sein wird. Man weis nie ob man Aufwidersehen oder Lebwohl sagen soll, man kann manchmal auch nicht genau sagen ob einem das ganze wirklich bedrückt oder man sich teilweise sogar ein wenig freut.

Es ist ein komisches Gefühl zu wissen das man nie wieder zusammen etwas bestimmtes tun wird. Ein letzter Arbeitstag ist komisch, wie auch ein letzter Schultag oder ein letzter Tag an dem man an einem Ort ist, an dem man lange Zeit wohnte. Man weis genau das man sich wieder sehen wird und das man den Ort wieder besuchen will, trotzdem ist es bedrückend sich zu verabschieden. Es ist seltsam zu wissen das man nie wieder früh am Tag einen guten Morgen wünschen wird, das man nie wieder zusammen in der Schulbank sitzen wird und das man nie wieder an einem gemütlichen Sommerabend zusammen im Garten dieses Ortes sitzen wird.

Es ist immer ein Abschied, es tut immer ein bisschen weh, auch wenn man sich vielleich darüber freuen sollte. Es sind meistens die guten Momente die man später vermisst und die schlechten die man vergisst, es ist ein wenig bedrückend. Ein solcher Abschied, eher der Abschied von einer Tatsache, einem Arbeitsplatz oder einem Heim, ist nichts wirklich trauriges, nichts was einem beschäftigen sollte und nichts worüber man weint. Trotzdem hat es diese seltsame Melancholie in sich die man verspürt sowie dieses nostalgische zurückdenken an die Moment. Es sind nicht Tränen der Trauer die man in einem solchen Moment vergiest, sondern die Tränen über die bittersüße Ungewissheit was die Zukunft bringen mag.

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