Heute waren wir kurz mit dem Auto unterwegs und fuhren zur Tanke, da ging es mir wiedermal durch den Kopf: Bald ist es soweit, Peak Oil. Ground Zero schoss mir durch den Kopf. Vor Augen das Bild mit Menschenmengen vor Tankstellen. Von da an geht’s bergab, der Peak Oil ist dann erreicht wenn das Maximum der Erdölförderung erreicht ist. Der Punkt also, wo die Skala der geförderten Erdölmenge nur noch nacht unten zeigt. Experten und auch Forscher gehen davon aus das dieser Wert 2009 erreicht wird, wenn er nicht schon überschritten sein sollte. Sehr optimistische Aussagen gehen bis 2020.Lukoil aus Russland zumindest hat kürzlich bekannt gegeben ihr eigener Peak Oil sei jetzt erreicht. Andere Staaten werden bestimmt folgen.

Die Statistik oben beinhaltet auch das sogenannte Peak Gas, in den grün Tönen. Orange ist für das „normale“ Erdöl, schwarz für Schweröl, blau für Öl aus dem Meeresboden und Weiss für Öl aus Polargebieten. Die drei letzteren Sorten sind sehr schwer Förderbar. Neue Erdölquellen gibt es zwar noch, sie gehören jedoch meistens zu diesen drei Sorten und sind damit sehr schwer erschließbar und die Förderung ist mit sehr hohen kosten verbunden, bei vielen würde heute bei der Förderung mehr Energie verbraucht werden als man aus dem erhaltenen Erdöl gewinnen kann.

Vom Punkt des Peak Oils an wird Erdöl nie wieder billiger, es kann nur noch steigen. Und es wird immer schneller steigen, denn umso knapper das Erdöl wird, umso mehr Spekulanten werden in den lukrativen und vor allem sicher gewinnbringenden Rohstoff investieren. Je mehr Spekulanten investieren desto schneller steigt der Preis und umso schneller der Preis steigt umso mehr steigt der Gewinn, was wiederum auch mehr Investoren anzieht. Eine ewige Spirale, die nur da ein Ende kennt wo man ganz sicher sein kann das keine Verbraucher je bereit wäre so viel zu Zahlen.

Doch wann dies geschieht weis niemand, es könnte noch eine Weile so weitergehen wie nun, der Preis könnte jedoch laut manchen Prognosen auch plötzlich in die Höhe schnellen.

Wir tun alle immer so als wäre dies alles noch in weiter Ferne, aber ich denke wir täuschen uns. Aber prinzipiell bringt das ganze schon nicht nur Nachteile mit sich, macht doch die Verbrennung von Erdöl ein grosser Teil des CO2 Austosses aus.

Vielleicht zerstört der Peak Oil unser Wirtschaftliches System, vielleicht rettet er aber gleichzeitig unsere Umwelt.
So schön wie sich das anhört ist das ganze jedoch trotzdem nicht, ein nicht mehr bezahlbarer Erdölpreis dürfte zu einer Hyperinflation führen in der alles teurer wird. Von Lebensmitteln über Kleider bis zur Plastiktüte im Supermarkt. Vielleicht sind wir nicht die ersten die das zu spüren bekommen werden, aber es wird auf keinen Fall spurlos an uns vorbeigehen. In jenen Ländern wo es den Leuten aber schon Heute dreckig geht wird das ganze wohl zu noch größerem Elend führen. Dies ist ja schon beim Aktuellen Preisanstieg der Lebensmittel auf dem gesamten Weltmarkt zu erkennen: Die einzigen denen das richtig wehtut sind jene die sowieso nichts haben. Und dort wird auch am längsten gehen um vom Erdöl auf andere Produktionsweisen umzusteigen, da schlicht die Mittel nicht vorhanden sind.

Was tun wir eigentlich wenn es kein Erdöl mehr gibt? Nicht nur unsere Mobilität und der Transport von Gütern ist in Gefahr sondern auch die Landwirtschaft und die Industrie sind davon abhängig. In manchen Bereichen ist eine Umstellung zwar kostspielig und aufwändig aber dennoch möglich, in anderen wird man wohl neue Wege gehen müssen.

Ein interessanter Link zu diesem Thema ist jedenfalls:

http://www.peakoil.de/

Dort findet man eigentlich, fast alle Informationen zum Thema, diese Seite ist jedoch sehr pessimistisch eingestellt. Es gibt durchaus Prognosen, die den Peak Oil erst später sehen. Laut dieser Meldung hier ist der Peak Oil jedoch schon erreicht worden:

http://www.20min.ch/story/26276504

Der Wiki Eintrag zum ganzen ist auch recht ausführlich:

http://de.wikipedia.org/wiki/Peak-Oil

 

 

Hier noch ein anderer Blog zum Thema:

geographie.wordpress.com/2008/05/08/erdol-reihe-iv-wie-wird-sich-der-erdolpreis-in-der-zukunft-entwickeln/ 

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