Schneeflockes Schicksal

Hab ich zwar schon länger aber dachte grad daran, kein Wunder bei dem Wetter hier.

Schneeflocke, sieh nur wie schnell dein Fall wie klein dein Glück.
Schneeflocke, welch Schicksal
und trotzdem du versinkst nicht in Trübsal.
 
Du schwebst schnell von ganz hoch,
doch bei dir sieht man dabei keine Spur von Not
fröhlich tanzt du in den Tod.
 
Bewundernswert, dein [...]

Wer die Nacht das Weinen lehrte

Wenn eine Nacht traurig sein kann, dann war es jene. Die Dunkelheit weinte laut prasselnd um den Verlust des Lichts, Herr Mond war mit all seiner butterweichen mehlteigfarbigen Helligkeit hinter dicken Gewitterwolken verschwunden und nur ab und zu regte sich in den Emotionen jener Nacht eine kleine Spur von Wut, hell aufblitzend und mit einem dumpfen [...]

Hier stehe ich und kann nicht anders

Hier stehe ich.
Bin nur ich.
Ist nicht viel.
Wenn ich alleine durch die dunkle Nacht nach Hause gehe, wenn die Winterkälte mich frieren lässt und wenn Müde vor dem Fenster stehe, es ist immer ein Gedanke der sich durch all meine anderen Gedanken zieht. Manchmal macht er mich glücklich, manchmal nachdenklich, manchmal betrübt er mich und manchmal [...]

Weinende, erwachsen gewordene Kleinkinder

Als sich heute Morgen ein Sonnenstrahl matt durch das düstere Himmelsilbergrau, die Kälte des eisigen Wintermorgens und die Rollladen meines Zimmers gekämpft hatte, war ich knapp dabei aufzustehen, doch noch nicht wirklich bereit dazu. Ich blieb also mitten unter meiner riesigen eigenen Decke liegen und genoss neben der Wärme vor allem das Gefühl Zuhause zu [...]

Woche 8, Endlich Weinachten

Müde stehen wir da, alle im Wissen bald gehen zu dürfen, bald Zeit zu haben. Auf der Predigerwiese hören wir uns an wie der Feldprediger mit hoher Stimme die Geschichte der Hirten erzählt die auf der Wiese den Engel getroffen haben. Wie er den Vergleich zieht zwischen uns und diesen Hirten, wie wir beide von [...]

Woche 7, Advents Adrenalin

Eine Woche bis Weinachten oder ein kleines bisschen mehr.
Ich kaure still liegend irgendwo im Gebüsch und schiebe Markiermunition in ein neues Magazin. Der Schnee unter mir ist weich und vor mir habe ich mir eine kleine weisse Mauer gebaut, um mich so gut als möglich unsichtbar zu machen. Neben mir haben vier meiner Kameraden genau [...]

Woche 6, Warten

Ich warte auf den Tag wo ich nicht mehr hinmuss, wo ich einfach wieder frei bin, ich warte darauf mich nicht mehr wie ein Häftling mit Wochenendausgang zu fühlen. Scheinbar unendlich lange warte ich auf den Moment an dem es heisst ich dürfe gehen.
Doch war ich je frei? Bin ich je gegangen. Ich wollte schon [...]