Misanthropischer Mark Twain

„Ich habe bestimmt keine Rassen-, Standes- oder religiöse Vorurteile. Es genügt für mich, zu wissen, jemand ist ein Mensch – schlimmer kann er nicht sein.“
Anders als man es von einem Schriftsteller erwarten würde den ich persönlich für einen reinen Kinderbuchautoren gehalten habe, stellte ich kürzlich fest, dass Mark Twain relativ misanthropisch veranlagt gewesen sein musste.
„Ich habe es schon häufig [...]

Woche 5, Dunkel

Ich wache auf, in der dunklen Stille nur die regelmässig, friedlichen Schlafgeräusche der Zimmerkameraden. Der Kopf dröhnt, ich suche ein Taschentuch und plötzlich fällt mir auf das auf meinem Handy ja immer noch Musik läuft, ich muss einfach eingeschlafen sein. Morgen dürfte Freitag sein oder erst Donnerstag, Samstag?
Vielleicht habe ich das alles ganz bewusst [...]

Woche 4, Atmen

Es ist wie die Rückkehr aus dem Nichts, man steht am Bahnhof mitten in den vielen Leuten, die sogar unterschiedlich gekleidet sind und atmet das erste Mal seit einer ganzen Woche einen Happen Realität, ein kleines Stücklein des Gefühls tatsächlich noch in derselben Welt zu leben wie am Anfang. Ein Fragment minimalster Grösse der Hoffnung, [...]

Woche 3, dunkelblaue Tinte

Der Raum ist leer, vierzehn Betten, vierzehn Schränke, vierzehn Rucksäcke und vierzehn ähnliche Situationen, die doch alle unterschiedlich sind. Ich liege auf der türkis bezogenen Matratze meines schmalen Bettes, alle Arten von Computern sind streng verboten, ich schreibe Briefe, erst mit Bleistift und dann richtig, so richtig, richtig oldschool mit dunkler, blauer Tinte.
Das letzte [...]

Woche 2, Lebwohl

Machts gut ihr kleinen Fragmente dieses alten Leben, machts gut ihr kleinen Teilchen des Ganzen was ich  einmal war. Machs gut altes Bett, Lebt wohl all ihr Bücher, machts gut ihr Blätter auf dem Boden und schöne Zeit kleines Kind der Fröhlichkeit.
Ich kehre zurück von Daheim, wieder weg in dieses Scheinesleben, in die Unwahrheiten, [...]

Woche 1, Hier

Schneeregen, durch das Licht der Laterne über dem grossen Platz vor dem Gebäude D, beobachte ich wie sich die Regentropfen langsam immer weisser färben und schwerfälliger fallen. Ich schaue nur mit den Augen, der Kopf darf in der Achtungsstellung nicht bewegt werden. Ein anderer Zug läuft vorbei und der Mann rechts von mir brüllt die [...]